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	<title>Alec v. Graffenried: grün - sozial - liberal &#187; Sicherheitspolitik</title>
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		<title>Wehrpflicht abschaffen?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 18:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Dienstpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Zivildienst]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 5. Januar 2012 reicht die GSoA ihre Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht ein. Damit ist die Debatte lanciert. Doch ist die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht sinnvoll in einer Gesellschaft, in welcher...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 5. Januar 2012 reicht die GSoA ihre Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht ein. Damit ist die Debatte lanciert. Doch ist die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht sinnvoll in einer Gesellschaft, in welcher Rechte immer vehementer durchgesetzt, Pflichten jedoch immer weniger wahrgenommen werden?<br />
Der Militärdienst in seiner heutigen Form hat kaum mehr eine Daseinsberechtigung. Dienstleistungen von allen  für alle im Sinne einer allgemeinen Dienstpflicht könnten jedoch von grossem Nutzen für die Gesellschaft sein und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz sein. Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) hat dazu einen interessanten Vorschlag präsentiert.</strong></p>
<p>Die Menschen in unserer Gesellschaft haben eine immer stärkere Anspruchshaltung und gleichzeitig immer weniger Bewusstsein für die Bürgerpflichten. Individualismus gilt mehr als das Gemeinwohl. Andererseits würden viele Jugendliche gerne eine nützliche, sinnvolle Aufgabe in der Gesellschaft wahrnehmen. Das gesellschaftliche Engagement ist durchaus in Mode, es fehlen aber die richtigen Angebote.</p>
<p>Die allgemeine Wehrpflicht besteht heute zum grössten Teil aus dem Militärdienst. Die traditionelle Armee hat in der heutigen Welt jedoch ihre Aufgabe weitgehend verloren. Somit sehen viele Dienstpflichtige im Militärdienst verständlicherweise keinen Sinn mehr.<br />
Soll deswegen jedoch die Dienstpflicht abgeschafft werden? Dies ist nicht die Lösung. Nein, sie müsste umgebaut und den heutigen Herausforderungen angepasst werden.</p>
<p>Aufgrund der demographischen Entwicklung oder des Klimawandels kommen grosse Aufgaben auf uns zu wie beispielsweise die Katastrophenhilfe bei Unwettern oder die Betagtenbetreuung, um nur zwei Aufgabenbereiche zu nennen. Auch Einsätze in Gemeinden, namentlich der Feuerwehr, oder sogar humanitäre und friedenserhaltende Einsätze im Ausland sind nötig und sinnvoll.</p>
<p>Solche sinnvolle Einsätze sind heute bereits im Rahmen des Zivildienstes möglich. Der Zivildienst wird jedoch nach wie vor gegenüber dem Militärdienst benachteiligt. </p>
<p>Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) schlägt nun in ihrem bemerkenswerten „Contrat Citoyen“ die freie Wahl zwischen Militär- und Zivildienst vor. Dabei sollen beide Dienstarten gleich lange dauern. Der Dienst an der Allgemeinheit würde zur allgemeinen Dienstpflicht für alle umgestaltet, also auch für Frauen und für Jugendliche ohne Schweizer Pass. Dies wäre ein weiterer Schritt in Richtung Gleichberechtigung und Integration.</p>
<p>Dieser Vorschlag lässt viele Fragen offen. Wie sollte die Armee aufgebaut sein? Welche Aufgaben soll sie wahrnehmen? Der Fokus und dieie Ausbildung müssten gegenüber heute drastisch verändert werden. Der Schwerpunkt der Militärausbildung soll nicht länger auf dem Erlernen des Kriegshandwerks für einen unwahrscheinlichen Krieg liegen, sondern einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen haben. Der Militärdienst soll um sicherheitsrelevante Themen ergänzt werden. Denkbar wären Einsätze zur Entlastung von Feuerwehr und Polizei, bei Grossereignissen und Notfällen, beispielsweise  bei Einsätzen zur Bekämpfung von Hochwasser.</p>
<p>Dass auch der Feuerwehrdienst in der allgemeinen Dienstpflicht enthalten ist, wäre deshalb sinnvoll, weil die Rekrutierung von freiwilligen Feuerwehrmännern und –frauen zunehmend schwieriger wird. </p>
<p>Im Gegensatz zum Militärdienst ist das Einsatzgebiet des Zivildienstes klar. Hier stellt sich hingegen die Frage, wie das Zusammenleben, die Begegnungen und die soziale Durchmischung, welche beim Militärdienst hochgelobt werden, gefördert werden können. Denn die meisten Zivildiensteinsätze sind Einzeleinsätze.<br />
Eine Lösung wäre eine vorangehende Ausbildungszeit von ein paar Wochen mit einem Kasernenleben. Die Jugendlichen würden auf ihre Einsätze in der Katastrophenhilfe oder den Sozialdiensten vorbereitet – mit richtigen Übungen, welche für dden gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig sind.</p>
<p>Mit einer angepassten Ausbildung könnten die Jugendlichen auf ihre Einsätze vorbereitet werden und somit die Chance erhalten, nützliche und sinnvolle Arbeit leisten zu können. Eine allgemeine Dienstpflicht für alle mit Einsätzen in verschiedenen Gebieten wäre ein Nutzen für die Gesellschaft, die Allgemeinheit und nicht zuletzt auch für jeden einzelnen Menschen. Das gesellschaftliche Engagement würde wieder zur Selbstverständlichkeit.</p>
<p>Damit gelange ich zu folgender Schlussfolgerung:</p>
<p>Als Gegenvorschlag zur Initiative „Aufhebung der Wehrpflicht“ soll ein Vorschlag für eine allgemeine Dienstpflicht ausgearbeitet werden. Die allgemeine Dienstpflicht soll die Aufgaben der Armee, des Zivilschutzes, des Zivildienstes und teilweise auch der Feuerwehr übernehmen.</p>
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		<title>9/11 untersuchen!</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 08:01:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick in die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 10 Jahren erfolgten die Angriffe auf die Twin Towers in New York, die unsere Welt verändert haben. Aus der Distanz von 10 Jahren haben wir Anspruch darauf, dass diese Ereignisse neu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor 10 Jahren erfolgten die Angriffe auf die Twin Towers in New York, die unsere Welt verändert haben. Aus der Distanz von 10 Jahren haben wir Anspruch darauf, dass diese Ereignisse neu und unabhängig untersucht werden. Mit Sicherheit gibt es eine Menge Informationen zu 9/11, die wir heute noch nicht kennen. Jede neue Untersuchung historischer Ereignisse bringt neue Erkenntnisse ans Licht. Vieles ist heute noch unsicher, diffus, unklar, wir haben einen Anspruch darauf, dass die unbeantworteten Fragen geklärt werden.</strong><br />
<div id="attachment_716" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/07/cropped-Flugi-in-wtc21-e1311321552957.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/07/cropped-Flugi-in-wtc21-e1311321552957-150x150.jpg" alt="9-11 WTC" title="cropped-Flugi-in-wtc21" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-716" /></a><p class="wp-caption-text">http://911untersuchen.ch/</p></div> Im Nachgang zu 9/11 wurden zwei Kriege geführt und wurde namentlich ein<br />
sog. Krieg gegen den Terror eingeleitet. Beim Irakkrieg ist klar, dass 9/11 in keinem ursächlichen Zusammenhang mit dem Irak und dem Krieg stand. Ursache und Wirkung stehen vielmehr in einem Widerspruch, und es wäre interessant zu erfahren, wie es dazu kam.<br />
Trotz den erfolgten Untersuchungen und den vorliegenden Untersuchungsberichten bringen Experten (Fluglehrer, Ingenieure, Militärexperten) immer wieder Zweifel an der offiziellen Darstellung der Ereignisse an. Eine neuerliche Untersuchung kann diese Zweifel widerlegen und ausräumen &#8211; oder eben nicht. Ich bin in keinem dieser Gebiete Experte, möchte daher von neutraler Seite Aufschluss über die Beurteilung der Ereignisse aus heutiger Sicht.<br />
Jede neue Untersuchung bringt neue Beweismittel, Tatsachen und Aspekte eines historischen Ereignisses ans Licht. 9/11 hatte immense Auswirkungen nicht nur auf die Weltgeschichte, sondern auch auf unseren Alltag hier in der Schweiz (neue Sicherheitskontrollen, Ueberwachungssysteme, ein latentes Unsicherheitsgefühl). Wir haben das Recht, Aufklärung zu erhalten. Wir haben auch das Recht, dass periodisch die Resultate aus früheren Untersuchungen darauf hin überprüft werden, ob sie immer noch dem Stand der heutigen Erkenntnisse entsprechen.<br />
Ich habe keine These und hänge auch keiner Verschwörungstheorie an und unterstelle der Bush-Administration gar nichts. Ich habe nur Fragen, auf die ich gerne eine Antwort hätte. Jedenfalls aber ist mein Vertrauen und meine Achtung vor den Leistungen der Bush-Administration nicht so, dass ich ihnen nicht zumindest eine Vertuschung von Tatsachen oder auch blanke Lügen problemlos zutrauen würde. Darüber möchte ich Klarheit.<br />
Ich möchte nicht, dass diese Klarheit erst in 100 Jahren geschaffen wird. Erstens werde wir und alle Zeitzeugen die Antworten dann nicht mehr mitbekommen. Zweitens sind die Chancen viel besser, dass eine vollständige Klärung gelingt, wenn die Untersuchung zeitnah erfolgt und viele Zeitzeugen noch befragt werden können. Der 10. Jahrestag bietet eine Chance, diese Untersuchung nun einzuleiten!</p>
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		<title>Für einen Gemeinschaftsdienst, gegen die Abschaffung der Wehrpflicht</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:28:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Brille]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es ein Element der Schweizerischen Armee gibt, dem ich bei der Armeeabschaffung nachtrauern würde, wäre es die Wehrpflicht. Ich lehne deren Abschaffung daher ab, eher wünsche ich mir die Einführung einer...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn es ein Element der Schweizerischen Armee gibt, dem ich bei der Armeeabschaffung nachtrauern würde, wäre es die Wehrpflicht. Ich lehne deren Abschaffung daher ab, eher wünsche ich mir die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht.</strong></p>
<p>Wo in der Schweiz ausser im Dienst sind sich alle gleich, werden alle Schichten und (bisher) Männer gleichermassen in einen Topf geworfen und gezwungen, sich miteinander auseinanderzusetzen. Wo, wenn nicht im Militär, lernt mann die Schweiz und ihre Gegenden und Gebräuche kennen, hat mann Kontakt zu Alterskollegen aus der ganzen Schweiz? Das Institut der Dienstpflicht ist mir zutiefst sympathisch, das Pech ist nur, dass die Dienstpflicht heute meistens einen blödsinnigen und unnötigen, nicht in meinem Sinne ausgestalteten Militärdienst betrifft. </p>
<p>Ich sehe massenhaft sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Dienstpflichtige, im Sozial-, Friedens-, Katastrophen-und Umweltdienst, in der Land- und Forstwirtschaft, im Inland wie im Ausland. Die Zivildiensteinsätze weisen in die richtige Richtung. Meine Vision geht in eine Richtung, dass die heutigen Beteiligungsformen in einer allgemeinen Dienstpflicht aufgehen. Männer leisten heute einen übermässigen Beitrag im Bereich der institutionalisierten Dienstpflichten, Frauen leisten überdurchschnittliche Beiträge in der Familienarbeit und der unbezahlten Care economy. Diese Beiträge sollen verallgemeinert und vermehrt auch bewertet werden. Diese Vision ist aber noch nicht ausgereift. vgl.  www.allgemeine-dienstpflicht.ch</p>
<p>Das Milizprinzip ist eine der tragenden Säulen der Schweiz und des gesellschaftlichen Zusammenhangs. Das Milizprinzip besteht bei weitem nicht nur in der Armee, sondern durchdringt die gesamte Zivilgesellschaft, von Schulkommissionen, Feuerwehr, Kultur bis natürlich in die Politik. Ich mache mir heute mehr und mehr Sorgen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz, u.a. wegen der Schwächung des gesellschaftlichen Engagements. Früher bestanden vielfältige explizite und implizite Verpflichtungen, um sich im Interesse der Allgemeinheit zu engagieren. So bestanden früher z.B. auf Gemeindeebene Gemeinwerkpflichten, die heute leider ersatzlos weggefallen sind. Bei allen Vorbehalten gegen dem heute bestehenden Militärdienst kann eine Dienstpflicht eine Basis legen für das gesellschaftliche Verständnis, dass nicht alles gratis und selbstverständlich zu haben ist. Dass die gelebte Demokratie nicht nur aus Abstimmen und Steuern bezahlen besteht, sondern dass damit auch weitere Pflichten verbunden sind. Dieses<br />
Verständnis wird als antiliberal gegeisselt, was natürlich zutrifft, insofern bekenne ich mich offen zum Antiliberalismus. Ich bin aber der Meinung, dass ein Ursprung der Grünen Bewegung genau in solchen zusätzlichen Engagements- und Beteiligungsformen besteht. Bildlich gesprochen: Das Grüne Modell ist die Genossenschaft, bei der jedeR Einzelne mitarbeiten muss, nicht die anonyme Aktiengesellschaft.</p>
<p>Aus diesen Gründen wünsche ich mir einen Umbau der Dienstpflicht, und nicht deren Abschaffung. Die GSoA versucht mit dieser Initiative, der heutigen Armee ihre Grundlage zu entziehen. Ich mag sie darin nicht unterstützen. </p>
<p>In Konsequenz führt dieser Vorstoss zu einer Freiwilligen (Rambo)armee oder einer Berufsarmee, beides lehne ich ab, auch wenn dieses Argument hier nicht im Vordergrund steht.</p>
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		<title>Mit gutem Gewissen gegen Kriegsmaterialexporte</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 20:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abstimmungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie und Rechtsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viele Gründe gegen die Kriegsmaterialexportverbotsinitiative. Aber sie sind nicht gut genug. Die Argumente der Gegner eines Verbots von Kriegsmaterialexporten sind bedenkenswert. Besonders wenn man die aktuelle wirtschaftliche Situation betrachtet. Täglich...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt viele Gründe gegen die Kriegsmaterialexportverbotsinitiative. Aber sie sind nicht gut genug.</strong></p>
<p>Die Argumente der Gegner eines Verbots von Kriegsmaterialexporten sind bedenkenswert. Besonders wenn man die aktuelle wirtschaftliche Situation betrachtet. Täglich melden Unternehmen Entlassungen, müssen Kurzarbeit einführen oder gar ihren Betrieb einstellen. </p>
<p>Die Gegner haben Recht:<br />
•	Unter den aktuellen wirtschaftlichen Umständen scheint es widersinnig, dass wir am 29. November faktisch über die Abschaffung von einigen tausend Arbeitsplätzen entscheiden.<br />
•	900 Arbeitsplätze im Raum Thun dürfen uns in diesen Zeiten nicht egal sein und haben den Schutz vor willfähriger Abschaffung verdient.<br />
•	Die Schweiz als einziger Absatzmarkt für Rüstungsgüter wäre in der Tat zu klein, als dass unsere Wehrtechnikunternehmen kostendeckend produzieren könnten. Entlassungen wären sicher, Betriebsschliessungen nicht ausgeschlossen.<br />
•	Nebst dem Schweizer Arbeitsmarkt erleidet bei einem Verbot von Rüstungsexporten auch der Technologiestandort Schweiz Schaden. Gerade die Wehrtechnik brachte Innovationen, die oft auch von gesamtwirtschaftlichem Nutzen sind. Ohne eine eigene Rüstungsindustrie gäbe es diesen Nutzen nicht mehr. Ein weiterer, guter Grund für eine starke Rüstungsexportindustrie.</p>
<p><strong>ABER: </strong><br />
•	Ist die Schweiz nicht Vertragsstaat und insbesondere Depositarstaat der Genfer Konventionen, die dieses Jahr das 60-Jahr-Jubiläum feiern? Wo bleiben die Verantwortung der Schweiz, ihre so hochgehaltene humanitäre Tradition und der Stolz, Wiege der Genfer Konventionen zu sein?<br />
•	Mussten wir nicht in den letzten Tagen lesen, dass die britischen Streitkräfte in Afghanistan Schweizer Präzisionsmunition benützen?<br />
•	Mussten wir nicht in den letzten Tagen erfahren, dass die Schweiz Waffen auch in kriegführende Staaten exportiert, obwohl Exporte in Länder, die in einen internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt sind, verboten sind? </p>
<p>Johann Schneider Ammann und die Gegner der Waffenexportverbotsinitiative haben mit all ihren Argumenten Recht. Trotzdem: Die Schweiz soll und darf sich das Geschäft mit dem Export von Kriegsmaterial nicht leisten und damit an Kriegen und Konflikten teilnehmen. Wir sind ein starkes, innovatives Land und werden die Konversion unserer Rüstungsunternehmen in Hi-Tech-Unternehmen schaffen. Mit einem Exportverbot für Kriegsmaterial übernehmen wir Verantwortung, ohne unsere Grundwerte zu verraten und ohne dass unser Gewissen Schaden erleidet. Ich stimme daher am 29. November überzeugt JA zum Verbot von Kriegsmaterialexporten!</p>
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		<title>Persönliche Erklärung zum Rüstungsprogramm</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 07:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Rüstungsprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher war&#8217;s noch klar. Da waren die Linken gegen die Armee und die anderen dafür. Es fägt nicht, wenn plötzlich die s&#8217;il vous plaît auch gegen die Armee sein will. &#8220;Wir Grünen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Früher war&#8217;s noch klar. Da waren die Linken gegen die Armee und die anderen dafür. Es fägt nicht, wenn plötzlich die s&#8217;il vous plaît auch gegen die Armee sein will. </strong></p>
<p>&#8220;Wir Grünen unterstützen die Massnahmen aus dem Rüstungsprogramm nicht. Wir haben, um das mal so auszudrücken, ein ambivalente Verhältnis zur Armee. Wenn ich nun das Rüstungsprogramm ablehne, dann hat das sachliche Gründe, weil ich mir einen anderen Auftrag für die Armee wünsche, der hier aber keine Mehrheit findet. Das sind sachliche Gründe.</p>
<p><strong>Ich verabscheue und verurteile die beispiellosen Angriffe und die Kampagne, die seit anfangs Jahr gegen  Bundesrat Samuel Schmid geführt werden, und ich weiss, dass ich da nicht allein bin.</strong> Ich habe Herrn Schmid im letzten Dezember gewählt, auch wenn die Armee zur Zeit nicht meinen Vorstellungen entspricht. Ich habe meine Meinung zu Bundesrat Schmid seit der Wahl nicht grundsätzlich geändert. Ich lasse mich jetzt aber von niemandem zur Geisel machen, und wenn ich heute das Rüstungsprogramm ablehne, dann hat das nichts mit Herrn Bundesrat Schmid zu tun.</p>
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