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	<title>Alec v. Graffenried: grün - sozial - liberal &#187; Meine Notizen</title>
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		<title>„Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.“</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[HOME]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Rede von Alec von Graffenried anlässlich der Preisverleihung „Umweltpreis Schweiz“ „Sehr geehrte Damen und Herren Sehr geehrte Nominierte Herzlichen Dank für Ihre Einladung, es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, hier...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_899" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/101.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/101-225x300.jpg" alt="" title="101" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-899" /></a><p class="wp-caption-text">Seilbrücke</p></div>Rede von Alec von Graffenried anlässlich der Preisverleihung „Umweltpreis Schweiz“ </p>
<p>„Sehr geehrte Damen und Herren<br />
Sehr geehrte Nominierte</p>
<p>Herzlichen Dank für Ihre Einladung, es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, hier zur Ueber-gabe des Umweltpreises ein paar Worte sagen zu dürfen.<br />
Finden Sie auch, es gibt zu viele solcher Preise? Finden Sie solche Preisverleihungen infla-tionär? Wissen Sie nicht, was so ein Umweltpreis soll?<br />
Schade.<br />
Ich finde den Umweltpreis eine grossartige Sache und freue mich, dass er heute übergeben wird. Bei Wettbewerben gibt es immer Gewinner und Verlierer. Nicht so beim Umweltpreis. Da gewinnen alle. Die Teilnehmer, die Umwelt, wir alle.</p>
<p>Der Zustand der Umwelt kann einem ja zu denken geben, der Zustand unserer Umwelt lässt niemanden unberührt. Man kann darob in Pessimismus verfallen. Oder man kann trotzdem optimistisch bleiben. Von Roger de Weck habe ich gelernt, dass es keinen Unterschied gibt zwischen dem Optimisten und dem Pessimisten. Beide, Optimist und Pessimist, haben keine Ahnung, wie die Geschichte am Ende rauskommt.<br />
Aber: der Optimist hat mehr fun gehabt in dieser Zeit, er hat ein glücklicheres Leben geführt als der Pessimist. </p>
<p>Aber wie gesagt. Ob Optimist oder Pessimist: Der Zustand der Erde lässt keinen kalt. Seit Ende Oktober 2011 sind wir 7 Mrd Menschen auf der Erde, das ist ein guter Moment, um sich ein paar Gedanken dazu zu machen. </p>
<p>Die Frage nach dem Wachstum drängt sich hier auf. Sehen Sie, wenn wir 7 Milliarden sind und jedes Jahr 70 Millionen dazu kommen, wenn wir den Wohlstand halten wollen und für diejenigen, die darben, auch etwas Wohlstand wollen, dann müssen wir schon noch weiter wachsen. Ueber alles gesehen jedenfalls. Aber unser Wachstum muss ein Wachstum an guten Ideen sein, ein Wachstum an Intelligenz sein, unser Wachstum darf unsere Erde nicht weiter zerstören. Das heisst, wir müssen innovativ sein, wir müssen die besseren Ideen ha-ben, wir müssen besser werden. </p>
<p>Kennen Sie den Film HOME?<em>1)</em>  HOME ist ein französisches Filmprojekt, ein wunderbarer Film von Yann Arthus-Bertrand  von 2009.<br />
HOME erinnert uns daran, dass die Erde bereits seit 4 Mrd Jahren besteht, der Mensch aber erst seit  200‘000 Jahren. Erst in den letzten dreihundert Jahren hat der Mensch die Erde aus dem Gleichgewicht gebracht.<br />
HOME ist eine Ode auf unseren Planeten und erinnert uns an das zerbrechliche Gleichge-wicht unserer Erde. Mit Bildern aus der Vogelperspektive machen wir im Film eine Reise rund um die Welt in über 50 Länder.  HOME zeigt uns zuerst die Schönheit unserer Erde. HOME erinnert uns dann aber an unbequeme Wahrheiten.<br />
•	5000 Menschen sterben täglich an unsauberem Wasser.<br />
•	1 Mrd Menschen hungert.<br />
•	Die weltweiten Militärausgaben sind 12 mal höher als die weltweiten Entwicklungs-gelder.<br />
•	20 % der Menschen, da gehören zB wir alle dazu, konsumieren mehr als 80 % der Ressourcen weltweit.<br />
•	40% der ackerfähigen Böden sind beeinträchtigt.<br />
•	Jedes Jahr verschwinden 13 Mio Hektaren Wald.<br />
•	Eines von vier Säugetieren und einer von acht Vögeln und eines von drei Amphibien sind vom Aussterben bedroht.<br />
•	Das Aussterben der Arten erfolgt 1000 mal schneller als es natürlicherweise der Fall wäre.<br />
•	¾ der weltweiten Fischbestände sind ausgefischt.<br />
•	Die Temperatur der letzten 15 Jahre war die höchste je gemessene Temperatur, 2011 war das wärmste je gemessene Jahr.<br />
•	Das Polareis ist um 40% dünner geworden in den letzten 40 Jahren. </p>
<p>Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren, wenn wir diese Entwicklung aufhalten wollen.<br />
Arthus-Bertrand ist überzeugt, dass jeder Einzelne an der Rettung unseres Planeten teil-nehmen muss. Um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, hat er den Film HOME gedreht. Damit der Film die grösstmögliche Verbreitung erhält, muss er gratis sein. Der Sponsor, die französische Luxusartikelgruppe PPR hat dies ermöglicht. Der Film kann auf Youtube gratis angesehen werden. Das haben schon Millionen Menschen auf der ganzen Welt getan, können Sie auch machen. </p>
<p>HOME packt jeden von uns direkt bei seinen Gefühlen. Der Film macht uns bewusst, dass wir unseren Blick auf diese Welt ändern müssen. HOME behandelt die großen ökologischen Fragen, denen wir uns stellen müssen, und zeigt uns, wie alles auf unserem Planeten zu-sammenspielt.</p>
<p>In den 200‘000 Jahren seiner Existenz, oder präziser in den letzten 300 Jahren, hat der Mensch ein Gleichgewicht gestört, das sich in 4 Milliarden Jahren entwickelt hat. Der Preis dafür ist hoch. Es bleibt der Menschheit eigentlich keine Zeit, um den Trend umzukehren. Wir müssen unsere Konsumgewohnheiten ändern. Wir müssen uns radikal ändern. Wir ha-ben gar keine Wahl. Und: Wir können die heutigen Herausforderungen nicht mit alten Tech-nologien meistern. Wir brauchen die besten Technologien, die es gibt. Hier in der Schweiz, in Europa, weltweit.<br />
Können wir uns so rasch ändern? Wie rasch ändern wir uns denn?<br />
Wir verändern uns in einem atemberaubenden Tempo.<br />
Wir erlebten in den letzten 20 Jahren die Digitale Revolution. Es wird angenommen, dass die Menschheit im Jahr 2002 mehr Informationen digital als analog gespeichert hat. Seither le-ben wir im  „Digitalen Zeitalter“. Es wird geschätzt, dass noch im Jahr 1993 lediglich 3% der weltweiten Informationen digital gespeichert waren, 2007 waren es dann bereits 94%, heute noch mehr. </p>
<p>Die digitale Revolution basiert auf der Erfindung des Mikrochips und der stetigen Leistungs-steigerung. Gordon Moore sagte 1965 voraus, dass sich die Leistungsfähigkeit von Mikro-chips alle 1-2 Jahre verdoppeln werden, dieses Mooresche Gesetz behielt bis heute seine Gültigkeit. Das kann jeder bei sich selber beobachten. Heute ist mein Handy viel leistungsfä-higer, als es mein  Computer vor rund 15  Jahren war. Der hatte auf der Festplatte 1 Giga-byte Speicherkapazität, das war damals gigantisch. Soviel hat heute auf einem USB Stick Platz, den man an jedem Stand der Swissbau als Werbegeschenk erhält. Und diese Entwick-lung geht auch in den nächsten Jahren weiter, das Mooresche Gesetz gilt gemäss Voraus-sagen noch 20 Jahre unverändert !</p>
<p>Wenn Sie die Entwicklung aus der Vergangenheit in die Zukunft übertragen, dann können Sie erahnen, wo wir in 20 Jahren stehen werden. Oder eben feststellen, dass Sie keine Ah-nung haben. Die Entwicklung geht so rasch, dass Sie sie heute nicht abschätzen können. </p>
<p>Wir erleben ja bereits eine andere Zeitenwende. Und diesmal erleben wir diesen Umbau in der Baubranche aus nächster Nähe mit. Ich spreche vom Energieumbau unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft.<br />
Dieser Umbau ist im vollen Gange und die Bauwirtschaft spielt darin eine Schlüsselrolle. Vor 20 Jahren lagen die Energieverbrauchswerte von Neubauten noch rund viermal so hoch wie heute. Die Erfolgsgeschichte von Minergie ermöglichte in der Schweiz einen rasanten Wan-del beim Energieverbauch der Bauten. Die ganze Bauwirtschaft ist davon betroffen, weltweit. Wissen Sie, wann Minergie eingeführt wurde? 1997. Das ist 15 Jahre her. Unsere Firma ver-kaufte noch 2007 ein einziges Projekt in Minergie, 2011 waren bereits 80% unserer Projekt-entwicklungen in Minergie geplant, wir streben jetzt konstant 100% an.<br />
Aber wir werden weiter gehen! Wir wollen die Abhängigkeit von Erdöl- und Gasimporten re-duzieren und wir wollen seit letztem Sommer aus der Atomenergie aussteigen. Das heisst zuerst, dass unsere Neubauten keine Energie mehr für die Heizung und Kühlung mehr brau-chen dürfen. Ein Neubau der seine Energie für die Heizung und  Kühlung selber produziert, ein Nullenergiehaus oder ein Plusenergiehaus: das existiert heute bereits!<br />
Bei der Verleihung des Schweizerischen Solarpreises im letzten Oktober wurden Plusener-giehäuser mit Preisen ausgezeichnet, es gab dabei Bauten, die 3-4 x soviel Energie produ-zieren, wie sie für ihren Betrieb brauchen.<br />
Wissen Sie, was man 1997 zu Minergie sagte: Ihr spinnt!<br />
Minergie funktioniert nicht! Das ist extravagant und viel zu teuer! Wie beurteilen Sie das heu-te? Was sagen Sie heute dazu?<br />
Ein Minergiehaus 1997: das war etwa gleich exotisch wie ein Plusenergiehaus heute. Das heisst aber nichts anderes, als dass wir in 10 Jahren nur noch energiepositive Häuser bauen werden, das ist der  Beitrag der Bauwirtschaft zum Energieumbau.<br />
Ich spreche aber ganz generell von der Nachhaltigkeit, welche die Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellt. Meine Firma Losinger Marazzi ist Teil eines französischen Konzerns. Bei uns im Konzern ist die Nachhaltigkeit und das nachhaltige Bauen die wichtigste Achse der Innovation.<br />
Unser Hauptaktionär Olivier Bouygues sagt dazu:<br />
«Wir sind überzeugt, dass Unternehmen, die vor der Konkurrenz nachhaltige Lösungen an-bieten können, Gewinn daraus ziehen und auch ihr Image profitiert. Die soziale und ökologi-sche Verantwortung soll daher nicht als zusätzliche Verpflichtung angesehen werden, son-dern als eine wunderbare Entwicklungschance für alle.» <em>2)</em><br />
Olivier Bouygues ist am Erfolg unseres Unternehmens interessiert, er will, dass das Unter-nehmen in Zukunft bestehen bleibt und erfolgreich ist, deshalb setzt er auf Innovation und Nachhaltigkeit.<br />
Lord Norman Foster, der zur Zeit wohl bekannteste Architekt, sagt das gleiche, aber drasti-scher: &#8220;Solar architecture is not about fashion. It is about survival&#8221; <em>3)</em> , Solararchitektur ist keine Modeerscheinung, es geht ums nackte Überleben.<br />
Dafür müssen wir unsere Denkweisen anpassen und in die Zukunft schauen. Dafür müssen wir uns ändern. Veränderung kann uns Angst machen. Ne nei, nume nid gschprängt, das hei mer scho geng so gmacht! We das jede wett… sagen wir in Bern.<br />
Aber wir haben gar keine Wahl. „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.“ <em>4)</em>   </p>
<p>Das heisst nichts anderes, als dass wir selber am Anfang dieser Veränderung stehen müs-sen. Leben ist Veränderung. Leben ist vorwärts gehen, nicht still stehen bleiben und schon gar nicht rückwärts. Wer stehen bleibt, erstarrt. <strong>Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.</strong> <em>5)</em></p>
<p>Warum gibt es einen Umweltpreis? Gibt es zu viele Umweltpreise?<br />
Es geht darum, durch Innovation die Herausforderungen zu bewältigen, die wir ohnehin be-wältigen müssen. Sie, liebe Nominierte, sind die Spitze der Innovationskraft. Sie geben sich nicht zufrieden. Sie denken weiter.<br />
Weiterdenken, Intelligentere Lösungen anstreben, angetrieben vom Optimismus, dass wir es besser machen können. Das ist es, was wir heute brauchen, in der Schweiz, in Europa, auf der Erde. Das führt uns zu einem glücklicheren Leben.<br />
Der Film HOME endet mit dem Satz: It is up to us to write, what happens next. Es ist an uns, die Geschichte weiterzuschreiben.<br />
Together. Zusammen.<br />
Ich gratuliere den Wettbewerbssiegern. Ich danke der Stiftung Umweltpreis, der Jury, den Wettbewerbsteilnehmenden, ich danke Ihnen allen, dass Sie mit uns die Geschichte weiter-schreiben.  Zusammen.“</p>
<p>Alec von Graffenried, 17. Januar 2012</p>
<p><em>1) Originaltitel: HOME, Frankreich 2009, 93 Minuten, Regie Yann Arthus-Bertrand; Produktion Denis Carot, Luc Besson; Musik Armand Amar; Kamera Tanguy Thuaud<br />
2) Olivier Bouygues, Delegierter des Verwalltungsrates Bouygues SA<br />
3) Lord Norman Foster, Solarpreis 2011, 10. Oktober 2011 Palexpo Genève<br />
4) Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896-1957), italienischer Schriftsteller<br />
5) Mahatma Gandhi  Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Rechtsanwalt, 1869 &#8211; 1948</em></p>
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		<title>S grosses Merci!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 09:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Allen allen ganz herzlichen Dank für alle die Stimmen, welche dieses Ergebnis ermöglicht haben. Trotz schwierigem Umfeld konnten wir Grünen in Bern unsere Position behaupten. Merci allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mir...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allen allen ganz herzlichen Dank für alle die Stimmen, welche dieses Ergebnis ermöglicht haben. Trotz schwierigem Umfeld konnten wir Grünen in Bern unsere Position behaupten. Merci allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mir in den letzten Wochen und Monaten geholfen haben.<a href="http://www.avg.ch/?attachment_id=1233"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/10/111023_FranziskaAlecRegula_gross_Rathaus-300x224.jpg" alt="" title="111023_FranziskaAlecRegula_gross_Rathaus" width="300" height="224" class="alignleft size-medium wp-image-1233" /></a></p>
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		<title>Arbeiten Pfarrer nur sonntags?</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/10/18/arbeiten-pfarrer-nur-sonntags/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 09:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Traumberuf als Kind: &#8220;Pfarrer. Der arbeitet nur am Sonntag.&#8221; So habe ich für den Wahlprospekt geantwortet. Natürlich entspricht das nicht meinem heutigen Berufsbild einer Pfarrerin oder eines Pfarrers. Welchen Anforderungen muss...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein Traumberuf als Kind: &#8220;Pfarrer. Der arbeitet nur am Sonntag.&#8221; So habe ich für den Wahlprospekt geantwortet. Natürlich entspricht das nicht meinem heutigen Berufsbild einer Pfarrerin oder eines Pfarrers.</strong><br />
Welchen Anforderungen muss eine Pfarrerin oder ein Pfarrer heute entsprechen? Die Ansprüche sind grenzenlos!<br />
- Der ideale Pfarrer ist ca. 28 Jahre alt und hat eine Familie mit kleinen Kindern.<br />
- Er hat mindestens 30 Jahre Erfahrung als Prediger, Diakon, Lehrer und Seelsorger.<br />
- Der perfekte Pfarrer ist auch ein guter Sigrist, Wirt und kumpel am Stammtisch.<br />
- Der Pfarrer predigt genau 12 Minuten.<br />
- Er arbeitet vor 8 Uhr morgens bis Mitternacht und ist auch während den Essenszeiten erreichbar.<br />
- Er gibt sich ganz seiner Arbeit hin und ist 7 Tage pro Woche, 24 Stunden pro Tag erreichbar.<br />
– Er nimmt sich daneben auch genügend Freiraum für seine Ehe und Familie, sowie genügend Entspannungszeit für sich selber, in seiner freien Zeit hat er originelle Hobbies und spielt im FC mit.<br />
- Er stärkt die Gläubigen: Er ruft täglich 15 Gemeindemitglieder an und besucht sie in Heimen und Spitälern. Daneben verkündigt er unablässig das Evangelium den Kirchenfernen.<br />
- Er verdient nicht mehr als CHF 1000 pro Woche und spendet die Hälfte davon für die Armen.<br />
- Er benennt die Sünden präzise, verärgert aber niemals jemanden.<br />
- Er ist wunderbar freundlich, umgänglich und sanftmütig.<br />
- Er sagt klar seine Meinung, tritt aber nie jemandem zu nahe.<br />
- Er spricht soziale Streitfragen klar an, wird dabei aber nie politisch.<br />
- Er hat das lebhafte Interesse sowie die Begabung, mit Teenagern zu arbeiten und organisiert für sie Ausflüge und spektakuläre Lager.<br />
- Er setzt den grössten Teil seiner Arbeitszeit für die älteren, treuen Kirchenmitglieder ein.<br />
- Die Fürsorge für Familien und Leute mittleren Alters liegt ihm am Herzen.</p>
<p>Ein Pfarrer, eine Pfarrerin arbeitet somit sonntags, aber eigentlich auch sonst praktisch jeden Tag&#8230; </p>
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		<title>Fragen und Antworten</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/10/11/fragen-und-antworten/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Parteipostille &#8220;Weltwoche&#8221; befragte ParlamentarierInnen zu verschiedenen Themen. Es ist klar, dass ein vernünftiger Mensch da nicht antwortet. Die &#8220;Weltwoche&#8221; ist eh nicht im Stande, die Antworten fair wiederzugeben. Für Euch habe...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/10/Fragen-und-Antworten.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/10/Fragen-und-Antworten-150x150.jpg" alt="" title="Fragen und Antworten" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1209" /></a><strong>Die Parteipostille &#8220;Weltwoche&#8221; befragte ParlamentarierInnen zu verschiedenen Themen. Es ist klar, dass ein vernünftiger Mensch da nicht antwortet. Die &#8220;Weltwoche&#8221; ist eh nicht im Stande, die Antworten fair wiederzugeben. Für Euch habe ich die Fragen trotzdem beantwortet.</strong><br />
1)	Befürworten Sie einen Beitritt der Schweiz zur EU?<br />
Ich kann mir vorstellen, dass die Schweiz der EU beitritt, bevor ich mich entscheide, möchte ich jedoch die Bedingungen kennen und den Vertrag sehen. Entscheidend sind die Beiträge, die Bedingungen, die Frage ob mit oder ohne Uebernahme des Euro usw.<br />
2)	Sind Sie für vertiefte institutionelle Beziehungen der Schweiz zur EU (Stichwort: Rahmenvertrag)?<br />
Ich strebe eine Partnerschaft mit der EU im Sinne des EWR an, ev. zusammen mit weiteren Partnern (Norwegen, Türkei, Balkan). Das ist ein realistisches Szenario für die Schweiz.<br />
3)	Soll die Schweiz von der aktiven zur umfassenden Neutralität zurückkehren? …<br />
Die Schweiz soll vorwärts gehen und nicht rückwärts, ich strebe den Blick nach vorne an.<br />
4)	Soll die Personenfreizügigkeit neu verhandelt werden? …<br />
Die Personenfreizügigkeit ist eine der Grundfreiheiten innerhalb der EU. Neuverhandlungen sind kein Thema.<br />
5)	Ist die Zuwanderung einzuschränken? …<br />
Die Zuwanderung ist bereits heute eminent eingeschränkt, weitere gesetzliche Einschränkungen sind nicht nötig. Korrekturen (bzw. die gesetzliche Umsetzung) im Vollzug sind hingegen nötig.<br />
6)	Sind Sie für den Ausstieg aus der Kernenergie? …<br />
Ja.<br />
7)	Soll der Benzinpreis zugunsten ökologischer Subventionen erhöht werden?<br />
Nein. Ich bin gegen „ökologische Subventionen“. Hingegen befürworte ich staatsquotenneutrale Besteuerungen und Lenkungsabgaben im Sinne der CO2 Abgabe.<br />
 <img src='http://www.avg.ch/de/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> Ist die Anbindung des Frankens an den Euro richtig? …<br />
Die Frage ist falsch gestellt, vermutlich ist die Anbindung nötig.<br />
9)	Soll der Bund systemrelevante Banken retten („too big to fail“)?<br />
Bisher war das nötig, mit der neuen Regulierung soll dieser Fall vermieden werden. Wenn sie auch in Zukunft trotzdem scheitern (fail), werden sie auch weiterhin gerettet werden müssen (systemrelevant heisst ja, dass dass sie sonst das System gefährden).<br />
10)	Muss der Bundesrat das Bankgeheimnis offensiver verteidigen?<br />
Ist offensiver noch möglich?<br />
11)	Sind Sie für die Aufhebung des Bankgeheimnisses bei Steuerhinterziehung auch im Inland?<br />
Das ist ja faktisch bereits aufgehoben.<br />
12)	Ist die Staatsquote in der Schweiz zu hoch?<br />
Gegenfrage: ist der Uetliberg zu hoch?<br />
13)	Sind Sie für einen intensiven Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen?<br />
Ja, aber nur, falls es dafür faire Rahmenbedingungen gibt. Das ist zur Zeit nicht der Fall.<br />
14)	Sollen die Zahlungen der finanzstarken an die finanzschwachen Kantone erhöht werden?<br />
Wie meinen Sie das?<br />
15)	Befürworten Sie die Einführung einer Erbschaftssteuer?<br />
Ja, sofern sie sinnvoll ausgestaltet ist, v.a. grosse Erbschaften beschlägt und die Unternehmensnachfolge (zB auch in der Landwirtschaft) nicht behindert.<br />
16)	Soll die Mehrwertsteuer wieder gesenkt werden?<br />
Gegenfrage: Soll das Wetter besser werden?<br />
17)	Sollen Unternehmen steuerlich entlastet werden?<br />
Die steuerliche Belastung richtet sich nach der Leistungsfähigkeit des Staates und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Aus dieser Sicht drängt sich eine weitere Entlastung nicht auf. Vorher ist die Zeche aus der letzten Unternehmenssteuerreform zu berappen.<br />
18)	Möchten Sie die Subventionen für die Landwirtschaft abbauen?<br />
Die Produktionsbedingungen der Schweizer Landwirtschaft sind international nicht konkurrenzfähig. Ich will die Schweizer Landwirtschaft weiter unterstützen, die Subventionen aber radikal vereinfachen, und ganz von den produktstützenden Zahlungen zu Direktzahlungen übergehen. Unter dem Strich wird das zu einem Abbau im Budget führen, die Einkommen in der Landwirtschaft aber sichern und stärken.<br />
19)	Braucht die Armee mehr Geld?<br />
Verglichen womit? Für welchen Auftrag?<br />
Ich bin der Meinung, dass ein sinnvoller Armeeauftrag mit CHF 4 Mrd/Jahr wahrgenommen werden kann. Dieser Auftrag wurde bisher leider nicht definiert.<br />
20)	Braucht die Armee mehr Truppen und neue Flugzeuge?<br />
Mehr Truppen als wieviele? Ich bin der Meinung, dass mit 80‘000 AdA ausreichend Truppen zur Verfügung stehen können. Ich bin für eine allgemeine Dienstpflicht für alle, der Militärdienst wird wie die übrigen Dienste in der Regel am Stück absolviert.<br />
21)	Möchten Sie den Sozialstaat ausbauen?<br />
Ich möchte einen Staat, der den sozialen Ausgleich und die soziale Absicherung jederzeit und zeitgemäss wahrnimmt.<br />
22)	Soll das AHV-Alter der Frauen, wie das der Männer, 65 Jahre betragen?<br />
Grundsätzlich ja, falls eine Flexibilisierung auch für tiefe Einkommensschichten (zB nach 40-45  Beitragsjahren) vorgesehen wird.<br />
23)	Befürworten Sie eine freie Wahl der Pensionskasse?<br />
Ja.<br />
24)	Sind Sie für eine Einheitskrankenkasse?<br />
Reformen bei der Krankenversicherung haben es schwer. Mit einer Einheitskrankenkasse können wir eine grundlegende Reform der Krankenversicherung umsetzen. Der Wettbewerb innerhalb der Grundversicherung ist zudem heute zu einem Scheinwettbewerb verkommen. Daher unterstütze ich heute die Einheitskasse.<br />
25)	Befürworten Sie die landesweite Harmonisierung der Volksschule?<br />
Ich befürworte die Harmonisierung von gewissen Eckwerten, die das Umziehen von Familien ermöglicht, ohne dass die Kinder damit in der Schule vor unüberwindbare Probleme gestellt werden. Das wird durch Harmos ermöglicht.<br />
26)	Soll der Staat Kinderkrippen finanzieren?<br />
Er soll sicherstellen, dass ein ausreichendes Angebot besteht, das für alle finanzierbar ist.<br />
27)	Sollen homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen?<br />
Wir sollten in einem ersten Schritt die Stiefkindadoption diskutieren.<br />
28)	Müssen die grössten Parteien gemäss ihrer Wählerstärke im Bundesrat vertreten sein?<br />
Ja, sofern sie konkordanzfähige Kandidaturen präsentieren.<br />
29)	Wollen Sie Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) in den Bundesrat wählen, auch wenn ihre Partei, nicht auf mindestens 14 Prozent der Stimmen kommt?<br />
14% ist etwas hochgegriffen, ev. würden 10% reichen. Voraussichtlich wird die bdp aber darunter liegen. Es kommt in diesem Fall drauf an, ob ihre Partei mit anderen Kräften fusioniert.<br />
30)	Sollte der Bundesrat vom Volk gewählt werden?<br />
Nicht, falls das Schweizerische System nicht auch noch anderweitig reformiert würde. </p>
<p>PS: Die &#8220;Weltwoche&#8221; verlangte platte binäre Antworten, ja oder nein. Sorry, kann ich nicht bieten&#8230; </p>
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		<title>Rückzugsgefechte&#8230;</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/08/30/ruckzugsgefechte/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 20:16:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ständerat kann sich winden wie er will. Seien wir grosszügig. Wichtig ist nicht, ob in 30 Jahren wieder AKW gebaut werden. Wichtig ist der Ausstieg jetzt. Dieser kommt. Bundesrat und Nationalrat...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.avg.ch/2011/08/30/ruckzugsgefechte/fukushima_01/" rel="attachment wp-att-961"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/fukushima_01-300x200.jpg" alt="no way" title="fukushima_01" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-961" /></a><br />
<strong>Der Ständerat kann sich winden wie er will. Seien wir grosszügig. Wichtig ist nicht, ob in 30 Jahren wieder AKW gebaut werden. Wichtig ist der Ausstieg jetzt. Dieser kommt.</strong></p>
<p>Bundesrat und Nationalrat sind bereit, ohne wenn und aber aus der Atomtechnologie auszusteigen. Es wäre eine Ueberraschung gewesen, wenn der Ständerat nicht noch an diesem Ergebnis herumgekrittelt hätte. Tatsächlich hat die ständerätliche Energiekommission ein Haar in der Suppe gefunden. Ein unwiderruflicher Ausstieg für immer und ewig: diese Perspektive übersteigt den Mut der Ständeräte. Deswegen soll der Ausstieg auf Reaktoren der heutigen Generation beschränkt werden. Damit kann ich ohne weiteres leben. Erstens bestimmen wir ohnehin nicht heute für die nächste Generation. Diese wird sich frei fühlen, unsere Entscheide zu hinterfragen und selber für sich entscheiden. Zweitens ist allein wichtig, dass wir jetzt keine neuen AKW bauen und die bestehenden nach und nach stillegen. In dieser Zeitspanne werden sich die erneuerbaren Energien durchsetzen. In 10 Jahren wird niemand mehr von neuen AKW sprechen, weil es sie nicht mehr braucht. Gönnen wir also dem Ständerat seinen Spielraum. Umso besser, wenn einzelne Ständeräte damit ihr Gesicht wahren können. Entscheidend ist: der Ausstieg ist da!</p>
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		<title>Aare</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 15:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Passend zum herrlichen Sommertag erschien heute in der Süddeutschen Zeitung ein volle Seite über die Aare und die Schönheit, darin zu schwimmen. Aareschwumm_SZ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zum herrlichen Sommertag erschien heute in der Süddeutschen Zeitung ein volle Seite über die Aare und die Schönheit, darin zu schwimmen.</p>
<p><a href='http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/Aareschwumm_SZ.pdf'>Aareschwumm_SZ</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Preis des Alleingangs</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 20:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Westen ist von seinen Schulden eingeholt worden. Das Leben auf Pump ist nicht nachhaltig. Die Schweiz ist davon weniger betroffen, zahlt jetzt aber den Preis des Alleingangs. Dafür könnten ja die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Westen ist von seinen Schulden eingeholt worden. Das Leben auf Pump ist nicht nachhaltig. Die Schweiz ist davon weniger betroffen, zahlt jetzt aber den Preis des Alleingangs. Dafür könnten ja die Urheber die Verantwortung übernehmen. Doch sie wissen nicht, was sie tun.</strong><br />
<div id="attachment_754" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.avg.ch/2011/08/09/der-preis-des-alleingangs/verschuldensgrenze/" rel="attachment wp-att-754"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/Verschuldensgrenze-300x214.jpg" alt="mögliche Strategien" title="Verschuldensgrenze" width="300" height="214" class="size-medium wp-image-754" /></a><p class="wp-caption-text">Die heutige Strategie</p></div></p>
<p>Der Westen hat sich in den letzten 10 Jahren ein beispielloses Schuldenrallye geleistet. Die USA unter George Bush haben im Angesicht des Terrors jede Budgetdisziplin über Bord geworfen, die Verteidigungsausgaben aufgeblasen und gleichzeitig die Steuern gesenkt. Der bedauernswerte Obama muss die Suppe auslöffeln, und wird dafür geprügelt. Europa machte es auch nicht besser. Die Maastrichtkriterien existierten nur auf dem Papier.<br />
Und die Schweiz? In einer Klasse von ziemlich mittelmässigen Schülern hat sie sich gut geschlagen, und die Schulden in Grenzen gehalten. Doch was nützt ihr das heute? Der Frankenkurs explodiert, und letztendlich werden wir von der Krise genau so hart getroffen wie andere. Die Lawine ist losgetreten. Heute ist es zu spät, Lawinenverbauungen zu fordern. Keines der vorgeschlagenen Mittel wird Wunder wirken. Der Bundesrat kann gute Stimmung verbreiten und hoffen, dass sich die Spirale nicht zu schnell dreht. Das tut er bereits, mehr liegt da gar nicht drin.<br />
In aller Klarheit ist aber festzuhalten, dass genau dieses Szenario seit langem meine Schreckensvision war. Eine handfeste Währungskrise ist der Preis für den Alleingang der Schweiz. Dass der Franken einst zum Spielball der Märkte werden wird, war absehbar. Die Politiker, welche die nötigen Sicherungsmassnahmen aktiv verhindert haben, sind namentlich bekannt und teilweise heute noch aktiv.</p>
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		<title>Es gibt nicht nur schwarz und weiss!</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 10:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade in Wahlzeiten werden oft zugespitzte Aussagen verlangt. Wer eine Antwort beginnt mit: &#8220;na ja, es ist nicht so klar&#8230;&#8221; hat schon verloren. Wie im richtigen Leben gibt es aber auch in...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href='http://www.avg.ch/2011/07/25/es-gibt-nicht-nur-schwarz-und-weiss/escher/' title='Escher'><img width="150" height="150" src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/07/Escher-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Schwarz und Weiss" title="Escher" /></a>
<a href='http://www.avg.ch/2011/07/25/es-gibt-nicht-nur-schwarz-und-weiss/escher-2/' title='Schwarz und Weiss'><img width="150" height="150" src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/07/Escher1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Escher" title="Schwarz und Weiss" /></a>
<strong>Gerade in Wahlzeiten werden oft zugespitzte Aussagen verlangt. Wer eine Antwort beginnt mit: &#8220;na ja, es ist nicht so klar&#8230;&#8221;  hat schon verloren. Wie im richtigen Leben gibt es aber auch in der Politik nicht nur schwarz und weiss. Der israelische Richter Izhak Englard erzählt dazu eine schöne Geschichte:</strong><br />
Ein Zeuge steht vor Gericht und der Anwalt nimmt ihn ins Kreuzverhör. Und der Zeuge gibt immer nur so ausweichende Antworten. Da sagt der Richter ihm: Hören Sie mal, wenn Sie gefragt werden, sagen Sie ja oder nein. Da sagt der Zeuge: Ja, man kann aber nicht immer nur mit Ja oder Nein antworten. Sagt der Richter zu ihm: Doch. Ja ist ja und nein ist nein. Da sagt der Zeuge: Gut, dann frage ich Sie jetzt mal, haben Sie aufgehört, ihre Frau zu schlagen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Unsere gemeinsame Energiezukunft</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/03/07/unsere-gemeinsame-energiezukunft/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 23:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Brille]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine 10 Thesen zur aktuellen Energiepolitik der Schweiz. 1. Die Vergangenheit war erneuerbar – die Zukunft auch. Beginnen wir heute! Bis zum Beginn der Kohleverbrennung vor einigen 100 Jahren konsumierte die Menschheit...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine 10 Thesen zur aktuellen Energiepolitik der Schweiz.</strong></p>
<p><strong>1.	Die Vergangenheit war erneuerbar – die Zukunft auch.<br />
Beginnen wir heute!</strong><br />
Bis zum Beginn der Kohleverbrennung vor einigen 100 Jahren konsumierte die Menschheit nur erneuerbare Energien. Die fossilen Energieträger, aber auch das Uran werden in absehbarer Zeit erschöpft sein, bleiben werden uns die erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser, Biomasse. Diese Technologien stehen uns bereits heute zur Verfügung. Investieren wir schon heute in die Zukunft statt in die Vergangenheit!</p>
<p><strong>2.	Das Oel wird verbrannt, die Kohle auch.<br />
Retten wir, was zu retten ist!</strong><br />
Die fossilen Energieträger sind billig und effizient. Die Menschheit erliegt der Versuchung, diese billige Energie auch zu verbrauchen, mit den damit verbundenen Folgen für Umwelt und Klima. Die einzige Rettung besteht darin, die erneuerbaren Energieträger rasch konkurrenzfähig zu machen. Das ist für viele Nutzungen wie Heizung und Stromproduktion sofort möglich.</p>
<p><strong><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/03/atommüll-by-Global-2000-199x300.jpg" alt="" title="atommüll by Global 2000" width="199" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-659" />3.	Die Risiken der Kernenergie sind untragbar.</strong><br />
Wir dürfen die mit der Kernenergienutzung verbundenen Risiken nicht eingehen. Diese Risiken sprengen den Umfang des Verantwortbaren. Ein grosser Unfall in einem Schweizer KKW richtet in grossen Teilen Mitteleuropas unabsehbare Schäden an – das ist der Lebensraum von mehreren 100 Mio Menschen. Die Abfallprobleme werden unsere Zeit bei weitem überdauern, auch das ist unverantwortbar. Die Kernenergie ist keine Option.</p>
<p><strong>4.	Die Schweiz ist international abhängig – heute und in Zukunft.</strong><br />
Neben der Biomasse (Holz) ist die Wasserkraft heute die einzige nennenswerte Energiequelle aus der Schweiz. Sie deckt rund 60% unseres Strombedarfs und damit knapp 15% unseres Gesamtenergiebedarfs. Oel, Gas, Uran: überall sind wir vom Ausland abhängig, zu einem grossen Teil stammt unsere Energie nicht aus stabilen demokratischen Partnerstaaten. Auch die Stromproduktion basierte in den vergangenen 30 Jahren zB auf Lieferungen aus französischen KKW. Wie heute werden wir auch in Zukunft vom Ausland abhängig bleiben, durch den Import von Solarstrom aus dem Süden und Windstrom aus der Nordsee. Anerkennen wir diese Realität!</p>
<p><strong>5.	Die grösste Ressource: Eingesparte Energie!</strong><br />
Ein grosses Potential birgt die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Die Stichworte lauten Energieeffizienz und Mässigung im Verbrauch. Mässigung bedeutet, im Grossen wie im Kleinen die Verschwendung zu stoppen: die Heizungssteuerung richtig einzustellen, in der Region produzierte saisongereichte Lebensmittel einzukaufen, die täglichen Fahrten mit dem Auto intelligent zu organisieren. </p>
<p><strong>6.	Strom ist der Schlüsselenergieträger.<br />
Der Stromverbrauch wird zunehmen.</strong><br />
Jeder Energieträger hat seine Vorteile. Keiner ist in der Verteilung und Nutzung dem Strom ebenbürtig. Strom ist die Schlüsselenergie schlechthin, die Energiepolitik muss sich daher wesentlich auf die Stromproduktion und den Verbrauch ausrichten.<br />
Im Gebäudebereich, in der Mobilität: mehr und mehr tritt Strom an die Stelle anderer Energieträger. Die Effizienzgewinne werden durch die grössere Nachfrage mehr als wettgemacht. Machen wir uns nichts vor. Der Stromverbrauch wird zunehmen.</p>
<p><strong>7.	Erneuerbare Stromproduktion in Europa – die Schweiz als Drehscheibe im Zentrum </strong><br />
Die Stromproduktion in Europa wird erneuerbar – Wind im Norden, Sonne im Süden. Die Schweiz leistet mit der Pumpspeicherung in den Alpen ihren Beitrag an das erneuerbare Produktionssystem – in Zukunft noch viel mehr als heute. Deswegen und dank ihrer zentralen Lage mit ihren Uebertragungsleitungen ist die Schweiz eine zentrale Drehscheibe des Stromhandels in Westeuropa.  Diese strategische Position ist wirtschaftlich und industriell interessant und sichert die schweizerische Stromversorgung. Durch gezielte Ausbauten ist diese Position zu sichern und zu stärken.</p>
<p><strong>8.	In die Netze investieren!</strong><br />
Die grossen Uebertragungsnetze sind für den internationalen Stromtransport und Netzausgleich erstens betriebsfähig zu halten und zweitens gezielt auszubauen. Der Anschluss an künftige Langdistanz- Gleichstromverbindungen ist sicherzustellen. Damit sichert sich die Schweiz ihre Schlüsselrolle im Stromhandel. Freileitungen sind wirtschaftlich und betrieblich günstiger als Erdverlegungen, diese sollen die Ausnahme bleiben und machen nur im überbauten Gebiet Sinn. Zudem sind die lokalen Erschliessungsnetze für die neue, zu einem grossen Teil dezentrale Stromversorgung umzurüsten.</p>
<p><strong>9.	Strom ist wertvoll. Er darf auch etwas kosten!</strong><br />
Heute kommt unser Strom aus Wasserkraftwerken, die zu einem grossen Teil bereits abgeschrieben sind, sowie Kernkraftwerken, die gewissermassen bereits „in der Verlängerung“ laufen. Unsere Stromkosten sind daher auf einem historischen Tief. Diese tiefen Kosten verhindern Investitionen in neue Anlagen, die dringend nötig sind. Die hier skizzierte Erneuerung unserer Stromsysteme ist teuer. Die Investitionen in die Zukunft lohnen sich aber, das zeigen die grossen Werke aus der Vergangenheit.  Fassen wir daher den Mut, der die früheren Generationen in der Schweiz bereits ausgezeichnet hat, investieren wir mit höheren Strompreisen in die Zukunft.</p>
<p><strong>10.	Meine Vision: Unsere gemeinsame Stromzukunft<br />
</strong><br />
Unsere Stromversorgung baut daher in Zukunft auf flächendeckender Produktion von Erneuerbaren Energien im Inland, der Windkraft in Norden (Nordsee), der Solarenergie im Süden (Sahara, aber auch Spanien, Italien, Griechenland) und der Pumpspeicherung in den Alpen, internationale Gleichstromleitungen (Supergrid) sorgen für den internationalen Netzusgleich, lokale Smartgrids (intelligente Stromnetze) regeln den lokalen Netzausgleich. Es lohnt sich, diese Vision bereits heute auf allen Ebenen anzupacken! Für eine sichere und wirtschaftlich nachhaltige Versorgung mit Strom, der sauberen Energie. </p>
<p>[Foto Quelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/global2000/">Global 2000</a>]</p>
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		<title>Sicherheit schaffen &#8211; dank weniger Waffen</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/01/30/sicherheit-schaffen-dank-weniger-waffen/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 08:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.avg.ch/?p=373</guid>
		<description><![CDATA[Kürzlich traf ich einen Freund, ganz niedergeschlagen, sein Vater habe sich letzte Woche erschossen. Er hatte an Depressionen gelitten – die Familie war aber zuversichtlich, das Gröbste hinter sich zu haben, hatte...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kürzlich traf ich einen Freund, ganz niedergeschlagen, sein Vater habe sich letzte Woche  erschossen. Er hatte an Depressionen gelitten – die Familie war aber  zuversichtlich, das Gröbste hinter sich zu haben, hatte er doch neuen Lebensmut gefasst. Dann aber Kurzschluss &#8211; tot.</strong><br />
Wie der Vater meines Freundes sterben in der Schweiz jährlich rund 300 Menschen durch Schusswaffen. Die meisten davon durch Suizid. Dies entspricht fast gleich vielen Menschenleben, wie sie der Strassenverkehr jährlich fordert. Nur: im Strassenverkehr ergreifen wir aufwändige, aber auch wirksame Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Warum streben wir nicht auch bei Opfern von Schusswaffengewalt eine Vision Zero an? Sind wir das den Opfern und ihren Angehörigen nicht schuldig?</p>
<p><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/01/waffeninitiative_d.jpg" alt="" title="waffeninitiative_d" width="225" height="74" class="alignright size-full wp-image-537" />Die wirksamste Massnahme, um Suizide durch Schusswaffen zu vermeiden besteht darin, die Verfügbarkeit der Waffen zu beschränken. In jedem dritten Schweizer Haushalt gibt es Schusswaffen. Die einfachste Massnahme besteht darin, die Armeewaffen nicht mehr zuhause aufzubewahren. Damit ist bereits ein Grossteil der Waffen für einen Selbstmord im Affekt nicht mehr verfügbar.</p>
<p>Durch den Bedarfs- und Fähigkeitsausweis können andererseits Risiken frühzeitig erkannt werden. Damit und mit der zentralen Registrierung würde der Bund endlich seiner Verpflichtung nachkommen, Vorschriften gegen den Missbrauch von Waffen, Waffenzubehör und Munition erlassen.</p>
<p>Vor über 100 Jahren diente die Armeewaffe zuhause der Sicherheit der Schweiz. Milizsoldaten waren rasch und einfach zu mobilisieren. Eine einfache und clevere Massnahme! Heute haben die Bedürfnisse geändert, und auch die Bedrohungen und Herausforderungen für die Schweizer Armee sind nicht mehr die gleichen wie vor 150 Jahren. Indem wir überholte Traditionen ablösen, erleichtern wir die Definition eines zeitgemässen Auftrags für die Armee. Heutige Wehrmänner sind in ihrer Freizeit nicht mehr Schützen und Jäger, sondern Arbeitnehmer oder Studenten, die besser mit iPad und iPhone als mit Sturmgewehr und Pistole umzugehen wissen. Die Waffe zuhause wird zum Sicherheitsrisiko. </p>
<p>Mit einem Ja zur Waffenschutz-Initiative verlieren wir höchstens eine überholte Tradition. Wir retten aber hunderte von Menschenleben. Das sind wir den Angehörigen der Opfer schuldig. Der Vater meines Freundes wäre vielleicht noch am Leben, hätte er nicht seine Armeepistole zur Hand gehabt.</p>
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