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	<title>Alec v. Graffenried: grün - sozial - liberal &#187; Bundes Bern</title>
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		<title>Die Konkordanz lebt</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 11:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Brille]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundesrätin Micheline Calmy-Rey tritt zurück. Sie war eine erfolgreiche Aussenministerin, auch wenn sie das EU Dossier zuwenig beförderlich behandelt hat. In Erinnerung bleibt ihr Einsatz für die Menschenrechte, die Schweizer usp. Die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.avg.ch/2011/09/07/die-konkordanz-lebt/attachment/1142633/" rel="attachment wp-att-972"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/09/1142633-300x168.jpg" alt="Les trois cloches: Bundesrätin MCR sang am TV" title="Micheline singt!" width="300" height="168" class="alignleft size-medium wp-image-972" /></a><strong>Bundesrätin Micheline Calmy-Rey tritt zurück. Sie war eine erfolgreiche Aussenministerin, auch wenn sie das EU Dossier zuwenig beförderlich behandelt hat. In Erinnerung bleibt ihr Einsatz für die Menschenrechte, die Schweizer usp. Die Nachfolge hat sich nach der arithmetischen Konkordanz zu richten.</strong><br />
Der lange erwartete Rücktritt ist zum erwarteten Zeitpunkt eingetroffen. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey tritt konsequenterweise auf Ende der Legislatur ab. Im Umgang mit mir war sie einnehmend und charmant, mehr als gerüchteweise hörte man auch anderes. In Erinnerung bleiben wird ihre konsequente Ausrichtung der Aussenpolitik auf Menschenrechtsfragen. Die Schweiz als Depositarstaat der Genfer konventionen und als Land des Roten Kreuzes soll hier eine besondere Rolle spielen, das hat Bundesrätin Calmy erkannt und umgesetzt. Nicht ganz zufrieden bin ich mit ihrer Europapolitik. Das Europadossier ist auch deswegen blockiert, weil der Bundesrat dem Stimmvolk nicht reinen Wein einschenkt und um den Brei herumredet. Hier trifft Bundesrätin Micheline Calmy-Rey eine besondere Verantwortung, der sie nicht ganz gerecht geworden ist.<br />
Eine Bundesrätin kann nicht zurücktreten, ohne dass sogleich über ihre Nachfolge spekuliert wird. Zunächst sind die Wahlen abzuwarten, vorher ist alles Abwägen Spekulation. Nach dem 23. Oktober sind die Ansprüche der Parteien aufzurechnen. Anschliessend sind die Bundesratssitze nach Parteistärke auf die Parteien zu verteilen, und die Parteien haben ihre Kandidaturen bekanntzugeben, gewählt werden die Vorgeschlagenen, die kompetent und konkordanzfähig sind. Nur eine Regierungsbildung nach arithmetischer Konkordanz bringt Ruhe und Stabilität in das Schweizer Regierungssystem. Meine Meinung.</p>
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		<title>Medienkonferenzen: SP und Grüne &#8211; Ständeratskandidaturen / Grüne &#8211; Wahlkampagne</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 12:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abstimmungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Für eine ausgewogene Berner Vertretung Unter diesem Motto fand am Dienstag, 9. August, auf der Grossen Schanze die gemeinsame Wahlkampflancierung von Hans Stöckli und Alec von Graffenried statt, mit dabei waren auch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für eine ausgewogene Berner Vertretung</strong></p>
<p>Unter diesem Motto fand am Dienstag, 9. August, auf der Grossen Schanze die gemeinsame Wahlkampflancierung von Hans Stöckli und Alec von Graffenried statt, mit dabei waren auch Ursula Wyss, Roland Näf und Blaise Kropf. Vor zahlreichen Medienschaffenden legten die beiden dar, warum weite Kreise der Bevölkerung des Kantons Bern seit der Wahl von Adrian Amstutz nicht mehr im Ständerat vertreten sind. Weiter legten sie dar, wie sie den verloren gegangenen Sitz von Simonetta Sommaruga zurückerobern wollen. Alec hob insbesondere hervor, dass im Stöckli lösungs- und sachorientierter politisiert werde, was ihm als Brückenbauer definitiv mehr entspreche, als die Parteipolitik im Nationalrat, welche manchmal mehr Probleme schaffe, als Lösungen aufzeige. Ausserdem werden in der nächsten Legislatur zahlreiche Weichenstellungen vorgenommen, welche klare ökologische und soziale Lösungen erfordern; sei dies jetzt bei der zukünftigen Energiepolitik; Finanzierung der Sozialwerke; Überführung der momentanen Wegwerfwirtschaft auf eine ressourceneffiziente &#8220;Kreislaufwirtschaft&#8221; oder auch im Umgang mit der EU. Dafür brauche es mehr Ausgewogenheit im Ständerat, welcher traditionellerweise eher bürgerlich besetzt ist, und darum müsse er, Alec, als offener und diskussionsbereiter Politiker am 23. Oktober in den Ständerat gewählt werden.</p>
<div id="attachment_917" class="wp-caption alignleft" style="width: 630px"><a href="http://www.avg.ch/2011/08/18/medienkonferenzen-sp-und-grune-standeratskandidaturen-gruene-wahlkampagne/alec_hans/" rel="attachment wp-att-917"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/Alec_Hans-1024x680.jpg" alt="" title="Alec_Hans" width="620" height="411" class="size-large wp-image-917" /></a><p class="wp-caption-text">Alec und Hans Stöckli</p></div>
<div id="attachment_920" class="wp-caption alignleft" style="width: 630px"><a href="http://www.avg.ch/2011/08/18/medienkonferenzen-sp-und-grune-standeratskandidaturen-gruene-wahlkampagne/komplette_mk/" rel="attachment wp-att-920"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/komplette_MK-1024x680.jpg" alt="" title="komplette_MK" width="620" height="411" class="size-large wp-image-920" /></a><p class="wp-caption-text">Ursula Wyss, Alec, Hans Stöckli, Roland Näf und Blaise Kropf (v.l.n.r.)</p></div>
<div id="attachment_927" class="wp-caption alignleft" style="width: 630px"><a href="http://www.avg.ch/2011/08/18/medienkonferenzen-sp-und-grune-standeratskandidaturen-gruene-wahlkampagne/alec_drs/" rel="attachment wp-att-927"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/Alec_DRS-1024x680.jpg" alt="" title="Alec_DRS" width="620" height="411" class="size-large wp-image-927" /></a><p class="wp-caption-text">Interview</p></div>
<p><strong>Grüne streben vierten Nationalratssitz an</strong></p>
<p>Dies war das Schlagwort der Medienkonferenz anlässlich des Startschusses zur Wahlkampagne für die National- und Ständeratswahlen der Grünen Kt. Bern. Neben Alec waren Blaise Kropf, Franziska Teuscher und Aline Trede, für die Jungen Grünen, ebenfalls im Botanischen Garten. Die ökologische Wende sei je länger je unausweichlicher, betonte Franziska Teuscher. Dies hätte mittlerweile auch die politische Mitte begriffen. Trotzdem brauche es die Grünen, damit diese Themen nach dem Wahlkampf nicht wieder einfach unter dem Tisch liegen blieben. Es sei ihm bewusst, dass es dafür eine starke Mobilisierung brauche, da die grüne Konkurrenz in den letzten 4 Jahren beträchtlich grösser geworden sei, unterstrich Blaise Kropf. Aline Trede legte vorwiegend dar, wie die Jungen Grünen, auch infolge mangelnder finanzieller Mittel, ihre Wahlkampagne durchführen wollen. So seien diverse Aktionen, wie etwa Speed-Sammelaktionen entlang der Aare auf dem Gummiboot oder Stammtischdiskussionen in verschiedenen Beizen geplant.<br />
Alec zeigte vor allem die Erfolge der Grünen während der letzten Legislatur auf. Zu nennnen sind hier z.B. das Ausstiegsszenario des Bundesrates in der Atomfrage oder etwa die starke Aufweichung des Bankgeheimnisses. Weiter hob er hervor, dass man gerade im Ständerat eben nicht mit einfachen Parteiparolen auf komplexe Fragen antworten könne, sondern schwierige Fragen ausgereifte Lösungen erforderten. Solche Lösungen seien im Ständerat einfacher zu finden und deshalb möchte er am 23. Oktober ins Stöckli gewählt werden.</p>
<div id="attachment_928" class="wp-caption alignleft" style="width: 630px"><a href="http://www.avg.ch/2011/08/18/medienkonferenzen-sp-und-grune-standeratskandidaturen-gruene-wahlkampagne/dsc01682/" rel="attachment wp-att-928"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/DSC01682-1024x768.jpg" alt="" title="DSC01682" width="620" height="465" class="size-large wp-image-928" /></a><p class="wp-caption-text">Medienkonferen im Botanischen Garten Bern</p></div>
<div id="attachment_929" class="wp-caption alignleft" style="width: 630px"><a href="http://www.avg.ch/2011/08/18/medienkonferenzen-sp-und-grune-standeratskandidaturen-gruene-wahlkampagne/dsc01723/" rel="attachment wp-att-929"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/DSC01723-e1313671817144-768x1024.jpg" alt="" title="DSC01723" width="620" height="826" class="size-large wp-image-929" /></a><p class="wp-caption-text">Franziska Teuscher und Alec von Graffenried</p></div>
<div id="attachment_930" class="wp-caption alignleft" style="width: 630px"><a href="http://www.avg.ch/2011/08/18/medienkonferenzen-sp-und-grune-standeratskandidaturen-gruene-wahlkampagne/dsc01736/" rel="attachment wp-att-930"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/DSC01736-e1313671992124-768x1024.jpg" alt="" title="DSC01736" width="620" height="826" class="size-large wp-image-930" /></a><p class="wp-caption-text">Aline Trede</p></div>
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		<title>Stolpernd zu neuen Ufern</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/05/29/stolpernd-zu-neuen-ufern/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 21:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzplatz]]></category>
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		<description><![CDATA[Es geht das Wort von der &#8220;verlorenen Legislatur&#8221; 2007-2011. Gemeint ist dabei, dass sich infolge der sich häufenden sogenannten &#8220;unheiligen Allianzen&#8221; zwischen sp und svp zahlreiche Geschäfte blockiert geblieben und nicht weitergetrieben...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht das Wort von der &#8220;verlorenen Legislatur&#8221; 2007-2011. Gemeint ist dabei, dass sich infolge der sich häufenden sogenannten &#8220;unheiligen Allianzen&#8221; zwischen sp und svp zahlreiche Geschäfte blockiert geblieben und nicht weitergetrieben worden sind. Das betrifft zB die AHV Revision, das Mietrecht oder Geschäfte in der Verteidigungspolitik. Trotzdem spreche ich nicht von einer verlorenen Legislatur. Vielmehr haben sich in einigen Bereichen entscheidende Veränderungen in der Schweizer Politik ergeben, die vor einigen Jahren noch unvorstellbar gewesen wären. Etliche Fragen, die einst blockiert und verknorzt waren, haben sich in letzter Zeit aufgelöst, nicht durch wohlüberlegtes politisches Vorausschauen, vielmehr hat die Schweiz ihre Politik überstürzt angepasst, ist gleichsam in einen neuen Zeitabschnitt gestolpert. </p>
<p><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/05/eidgenossen-by-keepthebyte-223x300.jpg" alt="" title="eidgenossen by keepthebyte" width="223" height="300" class="alignright size-medium wp-image-665" />Am 13. März 2009 wurde das Schweizer Bankgeheimnis (Steuergeheimnis) im internationalen Verkehr faktisch beerdigt oder zumindest erledigt. Unter dem Druck der Bankenkrise wurde der Druck der internationalen Gemeinschaft zu gross, und das seit Jahrzehnten faktisch heiliggesprochene Bankgeheimnis in seiner Form als Steuerhinterziehungsgeheimnis fortgeblasen. Was lange Zeit unmöglich erschien, wurde über Nacht wahr.</p>
<p>Am 25. Mai 2011 wurde infolge der Ereignisse in Japan nach dem Tsunami vom 11. März 2011 das Schweizer Atomkraftcredo ausser Kraft gesetzt. Der Bundesrat gab bekannt, den Ausstieg aus der Kernkraft anstreben zu wollen. Die Atomkraft, Kristallisationspunkt des grünen Umweltengagements schlechthin, wurde infolge einer weiteren Katastrophe nach Three Mile Island und Tchernobyl untragbar, dieser Erkenntnis musste sich auch der Schweizerische Bundesrat beugen. </p>
<p>Wie bewerten wir diese Ereignisse?<br />
Bezüglich von zwei grünen Kernforderungen, nach einem sauberen Finanzplatz und nach einer sauberen Stromproduktion, sind wir in den letzten Jahren um Meilen vorangekommen. Von einer &#8220;verlorenen Legislatur&#8221; kann aus grüner Sicht damit keine Rede sein. In zwei Kernbereichen  grüner Poltik sind wir entscheidend weiter gekommen.<br />
Hingegen müssen wir feststellen, dass die Bewegung in der Schweizer Politik nicht endogen sind, sondern sich allein durch Druck oder Ereignisse von aussen ergeben haben. Die Forderungen und Ueberlegungen, die zu diesen Paradigmenwechseln geführt haben, lagen längst auf dem Tisch, u.a. wurden sie seit Jahren von den Grünen vertreten. Dieser politische Druck reichte aber offensichtlich nicht, um Bewegung in diese blockierten Dossiers reinzubringen. Trotzdem war die (im Rückblick vorausschauende) grüne Politik nicht nutzlos.<br />
Dank der ständigen Forderungen nach einer Aenderung der Politik wurden Alternativen seit langem diskutiert. Indem grüne Szenarien längst bekannt waren, konnte der Politikwechsel auch gelingen, die Vorbereitungsarbeiten waren geleistet. </p>
<p>Bleibt die Frage, wann und wo das nächste Paradigma fällt? Aus meiner Sicht sind die Scheuklappen nirgends grösser und gefährlicher als in der Europapolitik. Die offizielle Politik leidet unter Realitätsverlust. Es ist absehbar, dass äussere Ereignisse die Schweiz zu einer Anpassung zwingen werden. Diese unausweichlichen Annäherungsschritte an der Schweiz an die EU werden vermutlich wiederum stolpernd erfolgen.</p>
<p>[Foto Quelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/keepthebyte/">keepthebyte's</a>]</p>
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		<title>Unsere gemeinsame Energiezukunft</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/03/07/unsere-gemeinsame-energiezukunft/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 23:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Brille]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine 10 Thesen zur aktuellen Energiepolitik der Schweiz. 1. Die Vergangenheit war erneuerbar – die Zukunft auch. Beginnen wir heute! Bis zum Beginn der Kohleverbrennung vor einigen 100 Jahren konsumierte die Menschheit...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine 10 Thesen zur aktuellen Energiepolitik der Schweiz.</strong></p>
<p><strong>1.	Die Vergangenheit war erneuerbar – die Zukunft auch.<br />
Beginnen wir heute!</strong><br />
Bis zum Beginn der Kohleverbrennung vor einigen 100 Jahren konsumierte die Menschheit nur erneuerbare Energien. Die fossilen Energieträger, aber auch das Uran werden in absehbarer Zeit erschöpft sein, bleiben werden uns die erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser, Biomasse. Diese Technologien stehen uns bereits heute zur Verfügung. Investieren wir schon heute in die Zukunft statt in die Vergangenheit!</p>
<p><strong>2.	Das Oel wird verbrannt, die Kohle auch.<br />
Retten wir, was zu retten ist!</strong><br />
Die fossilen Energieträger sind billig und effizient. Die Menschheit erliegt der Versuchung, diese billige Energie auch zu verbrauchen, mit den damit verbundenen Folgen für Umwelt und Klima. Die einzige Rettung besteht darin, die erneuerbaren Energieträger rasch konkurrenzfähig zu machen. Das ist für viele Nutzungen wie Heizung und Stromproduktion sofort möglich.</p>
<p><strong><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/03/atommüll-by-Global-2000-199x300.jpg" alt="" title="atommüll by Global 2000" width="199" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-659" />3.	Die Risiken der Kernenergie sind untragbar.</strong><br />
Wir dürfen die mit der Kernenergienutzung verbundenen Risiken nicht eingehen. Diese Risiken sprengen den Umfang des Verantwortbaren. Ein grosser Unfall in einem Schweizer KKW richtet in grossen Teilen Mitteleuropas unabsehbare Schäden an – das ist der Lebensraum von mehreren 100 Mio Menschen. Die Abfallprobleme werden unsere Zeit bei weitem überdauern, auch das ist unverantwortbar. Die Kernenergie ist keine Option.</p>
<p><strong>4.	Die Schweiz ist international abhängig – heute und in Zukunft.</strong><br />
Neben der Biomasse (Holz) ist die Wasserkraft heute die einzige nennenswerte Energiequelle aus der Schweiz. Sie deckt rund 60% unseres Strombedarfs und damit knapp 15% unseres Gesamtenergiebedarfs. Oel, Gas, Uran: überall sind wir vom Ausland abhängig, zu einem grossen Teil stammt unsere Energie nicht aus stabilen demokratischen Partnerstaaten. Auch die Stromproduktion basierte in den vergangenen 30 Jahren zB auf Lieferungen aus französischen KKW. Wie heute werden wir auch in Zukunft vom Ausland abhängig bleiben, durch den Import von Solarstrom aus dem Süden und Windstrom aus der Nordsee. Anerkennen wir diese Realität!</p>
<p><strong>5.	Die grösste Ressource: Eingesparte Energie!</strong><br />
Ein grosses Potential birgt die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Die Stichworte lauten Energieeffizienz und Mässigung im Verbrauch. Mässigung bedeutet, im Grossen wie im Kleinen die Verschwendung zu stoppen: die Heizungssteuerung richtig einzustellen, in der Region produzierte saisongereichte Lebensmittel einzukaufen, die täglichen Fahrten mit dem Auto intelligent zu organisieren. </p>
<p><strong>6.	Strom ist der Schlüsselenergieträger.<br />
Der Stromverbrauch wird zunehmen.</strong><br />
Jeder Energieträger hat seine Vorteile. Keiner ist in der Verteilung und Nutzung dem Strom ebenbürtig. Strom ist die Schlüsselenergie schlechthin, die Energiepolitik muss sich daher wesentlich auf die Stromproduktion und den Verbrauch ausrichten.<br />
Im Gebäudebereich, in der Mobilität: mehr und mehr tritt Strom an die Stelle anderer Energieträger. Die Effizienzgewinne werden durch die grössere Nachfrage mehr als wettgemacht. Machen wir uns nichts vor. Der Stromverbrauch wird zunehmen.</p>
<p><strong>7.	Erneuerbare Stromproduktion in Europa – die Schweiz als Drehscheibe im Zentrum </strong><br />
Die Stromproduktion in Europa wird erneuerbar – Wind im Norden, Sonne im Süden. Die Schweiz leistet mit der Pumpspeicherung in den Alpen ihren Beitrag an das erneuerbare Produktionssystem – in Zukunft noch viel mehr als heute. Deswegen und dank ihrer zentralen Lage mit ihren Uebertragungsleitungen ist die Schweiz eine zentrale Drehscheibe des Stromhandels in Westeuropa.  Diese strategische Position ist wirtschaftlich und industriell interessant und sichert die schweizerische Stromversorgung. Durch gezielte Ausbauten ist diese Position zu sichern und zu stärken.</p>
<p><strong>8.	In die Netze investieren!</strong><br />
Die grossen Uebertragungsnetze sind für den internationalen Stromtransport und Netzausgleich erstens betriebsfähig zu halten und zweitens gezielt auszubauen. Der Anschluss an künftige Langdistanz- Gleichstromverbindungen ist sicherzustellen. Damit sichert sich die Schweiz ihre Schlüsselrolle im Stromhandel. Freileitungen sind wirtschaftlich und betrieblich günstiger als Erdverlegungen, diese sollen die Ausnahme bleiben und machen nur im überbauten Gebiet Sinn. Zudem sind die lokalen Erschliessungsnetze für die neue, zu einem grossen Teil dezentrale Stromversorgung umzurüsten.</p>
<p><strong>9.	Strom ist wertvoll. Er darf auch etwas kosten!</strong><br />
Heute kommt unser Strom aus Wasserkraftwerken, die zu einem grossen Teil bereits abgeschrieben sind, sowie Kernkraftwerken, die gewissermassen bereits „in der Verlängerung“ laufen. Unsere Stromkosten sind daher auf einem historischen Tief. Diese tiefen Kosten verhindern Investitionen in neue Anlagen, die dringend nötig sind. Die hier skizzierte Erneuerung unserer Stromsysteme ist teuer. Die Investitionen in die Zukunft lohnen sich aber, das zeigen die grossen Werke aus der Vergangenheit.  Fassen wir daher den Mut, der die früheren Generationen in der Schweiz bereits ausgezeichnet hat, investieren wir mit höheren Strompreisen in die Zukunft.</p>
<p><strong>10.	Meine Vision: Unsere gemeinsame Stromzukunft<br />
</strong><br />
Unsere Stromversorgung baut daher in Zukunft auf flächendeckender Produktion von Erneuerbaren Energien im Inland, der Windkraft in Norden (Nordsee), der Solarenergie im Süden (Sahara, aber auch Spanien, Italien, Griechenland) und der Pumpspeicherung in den Alpen, internationale Gleichstromleitungen (Supergrid) sorgen für den internationalen Netzusgleich, lokale Smartgrids (intelligente Stromnetze) regeln den lokalen Netzausgleich. Es lohnt sich, diese Vision bereits heute auf allen Ebenen anzupacken! Für eine sichere und wirtschaftlich nachhaltige Versorgung mit Strom, der sauberen Energie. </p>
<p>[Foto Quelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/global2000/">Global 2000</a>]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Für einen Gemeinschaftsdienst, gegen die Abschaffung der Wehrpflicht</title>
		<link>http://www.avg.ch/2010/06/28/fur-einen-gemeinschaftsdienst-gegen-die-abschaffung-der-wehrpflicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:28:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Brille]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es ein Element der Schweizerischen Armee gibt, dem ich bei der Armeeabschaffung nachtrauern würde, wäre es die Wehrpflicht. Ich lehne deren Abschaffung daher ab, eher wünsche ich mir die Einführung einer...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn es ein Element der Schweizerischen Armee gibt, dem ich bei der Armeeabschaffung nachtrauern würde, wäre es die Wehrpflicht. Ich lehne deren Abschaffung daher ab, eher wünsche ich mir die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht.</strong></p>
<p>Wo in der Schweiz ausser im Dienst sind sich alle gleich, werden alle Schichten und (bisher) Männer gleichermassen in einen Topf geworfen und gezwungen, sich miteinander auseinanderzusetzen. Wo, wenn nicht im Militär, lernt mann die Schweiz und ihre Gegenden und Gebräuche kennen, hat mann Kontakt zu Alterskollegen aus der ganzen Schweiz? Das Institut der Dienstpflicht ist mir zutiefst sympathisch, das Pech ist nur, dass die Dienstpflicht heute meistens einen blödsinnigen und unnötigen, nicht in meinem Sinne ausgestalteten Militärdienst betrifft. </p>
<p>Ich sehe massenhaft sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Dienstpflichtige, im Sozial-, Friedens-, Katastrophen-und Umweltdienst, in der Land- und Forstwirtschaft, im Inland wie im Ausland. Die Zivildiensteinsätze weisen in die richtige Richtung. Meine Vision geht in eine Richtung, dass die heutigen Beteiligungsformen in einer allgemeinen Dienstpflicht aufgehen. Männer leisten heute einen übermässigen Beitrag im Bereich der institutionalisierten Dienstpflichten, Frauen leisten überdurchschnittliche Beiträge in der Familienarbeit und der unbezahlten Care economy. Diese Beiträge sollen verallgemeinert und vermehrt auch bewertet werden. Diese Vision ist aber noch nicht ausgereift. vgl.  www.allgemeine-dienstpflicht.ch</p>
<p>Das Milizprinzip ist eine der tragenden Säulen der Schweiz und des gesellschaftlichen Zusammenhangs. Das Milizprinzip besteht bei weitem nicht nur in der Armee, sondern durchdringt die gesamte Zivilgesellschaft, von Schulkommissionen, Feuerwehr, Kultur bis natürlich in die Politik. Ich mache mir heute mehr und mehr Sorgen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz, u.a. wegen der Schwächung des gesellschaftlichen Engagements. Früher bestanden vielfältige explizite und implizite Verpflichtungen, um sich im Interesse der Allgemeinheit zu engagieren. So bestanden früher z.B. auf Gemeindeebene Gemeinwerkpflichten, die heute leider ersatzlos weggefallen sind. Bei allen Vorbehalten gegen dem heute bestehenden Militärdienst kann eine Dienstpflicht eine Basis legen für das gesellschaftliche Verständnis, dass nicht alles gratis und selbstverständlich zu haben ist. Dass die gelebte Demokratie nicht nur aus Abstimmen und Steuern bezahlen besteht, sondern dass damit auch weitere Pflichten verbunden sind. Dieses<br />
Verständnis wird als antiliberal gegeisselt, was natürlich zutrifft, insofern bekenne ich mich offen zum Antiliberalismus. Ich bin aber der Meinung, dass ein Ursprung der Grünen Bewegung genau in solchen zusätzlichen Engagements- und Beteiligungsformen besteht. Bildlich gesprochen: Das Grüne Modell ist die Genossenschaft, bei der jedeR Einzelne mitarbeiten muss, nicht die anonyme Aktiengesellschaft.</p>
<p>Aus diesen Gründen wünsche ich mir einen Umbau der Dienstpflicht, und nicht deren Abschaffung. Die GSoA versucht mit dieser Initiative, der heutigen Armee ihre Grundlage zu entziehen. Ich mag sie darin nicht unterstützen. </p>
<p>In Konsequenz führt dieser Vorstoss zu einer Freiwilligen (Rambo)armee oder einer Berufsarmee, beides lehne ich ab, auch wenn dieses Argument hier nicht im Vordergrund steht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grüne verhelfen Staatsvertrag zum Ja</title>
		<link>http://www.avg.ch/2010/06/17/grune-verhelfen-staatsvertrag-zum-ja/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 19:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Brille]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank den Ja Stimmen der Grünen (7 Ja, 10 Nein, 5 Enthaltungen) ist der UBS Staatsvertrag angenommen worden. Hätten alle Grünen Nein gestimmt, wäre der Staatsvertrag in der abschliessenden Abstimmung mit 75...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dank den Ja Stimmen der Grünen (7 Ja, 10 Nein, 5 Enthaltungen) ist der UBS Staatsvertrag angenommen worden. </strong><br />
Hätten alle Grünen Nein gestimmt, wäre der Staatsvertrag in der abschliessenden Abstimmung mit 75 zu 74 Stimmen abgelehnt worden (statt Annahme 81:63, 47 Enthaltungen). Es haben damit mehr Grüne dem Staatsvertrag zugestimmt als Vertreter der SVP (3) und der SP (2) zusammen. Das kann man ja auch mal sagen.</p>
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		<title>Abzocken macht unglücklich</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 15:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt‘s sich gänzlich ungeniert (Wilhelm Busch) Votum zur Abzockerinitiative vom 11.März 2010 Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts galten in der Schweiz mehr...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt‘s sich gänzlich ungeniert (Wilhelm Busch)</strong><br />
<em>Votum zur Abzockerinitiative vom 11.März 2010</em></p>
<p>Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts galten in der Schweiz mehr oder weniger geordnete Verhältnisse. Ein Bundesratslohn lag irgendwo bei 200‘000 Franken, mehr zu verdienen als ein Bundesrat galt damals als unanständig. Die Firmen haben sich am Bundesratslohn orientiert, das sorgte für ausgewogene Verhältnisse und für sozialen Frieden in der Schweiz. Die nebenamtlichen Swissair Verwaltungsräte erhielten noch bis ins Jahr 2000 9000 Franken im Jahr, nicht mehr.<br />
Seit den 90er Jahren steigen die Gehälter im Topmanagement unaufhörlich an. Verantwortlich für diese Entwicklung war einerseits das neu entdeckte Shareholder Denken, andererseits trat eine völlig schamlose Hemmungslosigkeit auf. Trotz Hunger und Arbeitslosigkeit auf der Welt schämten sich Manager namentlich aus der Finanzbranche nicht mehr, Millionengehälter zu kassieren, ohne sich im Gegenzug besonders sozial zu engagieren und ohne die nötige soziale Verantwortung wahrzunehmen. Es lebte sich seither völlig ungeniert.<br />
Man kann nun sagen, henusode, das ist doch deren Sache, was geht uns das an, es soll doch jeder so, wie er will und kann.<br />
Das ist eben ein Irrtum. Die hohen Gehälter haben den sozialen Frieden in der Schweiz zerstört und die Schweiz insgesamt unglücklicher gemacht, als sie es früher war. Die Praktiken dieser Abzocker haben Klüfte in das soziale Klima der Schweiz gerissen, an denen wir heute als Gemeinschaft leiden.<br />
Die empirische Forschung hat längst nachgewiesen, dass die Zufriedenheit nicht daher kommt, wieviel jemand verdient. Ich spreche jetzt nur von Leuten, die genug verdienen, nicht von Löhnen im Bereich des Existenzminimums. Natürlich ist zuerst einmal wichtig, dass die primären Existenzbedürfnisse gedeckt sind.<br />
Wenn Sie dann aber genug verdienen, ist es nicht mehr so wichtig, ob sie 150‘000 oder 200‘000 verdienen. Viel wichtiger ist es, dass Ihr Nachbar nicht das doppelte verdient.<br />
Derjenige, der 150‘000 Franken verdient, ist unglücklich in einer Welt, in der alle anderen 400‘000 verdienen. Mit einem gleichen Lohn von 150‘000 ist ein anderer jedoch zufrieden, wenn seine Kollegen gleich  viel oder weniger verdienen.<br />
Es gibt durchaus in der Schweiz Modelle, die auch ohne Lohnexzesse funktionieren. Vielleicht sind diese Unternehmen „schweizerischer“, als die Unternehmen, die uns in diese Vertrauenskrise geführt haben. Ich nenne Ihnen als Beispiel die Migros, bei der Migros wacht ein Ausschuss darüber, dass Lohnexzesse vermieden werden. So gibt es dort bis heute keine Löhne in Millionenhöhe. Und zur Migros gehört ja auch die Migrosbank,  diese  gehört im Retailbanking immerhin auch zu den fünf grössten Schweizer Banken.<br />
Die übertriebenen Managergehälter müssen also nicht gestoppt werden, weil es sich um  schreiendes Unrecht handelt, sondern weil sie das soziale Gefüge in der Schweiz  kaputt machen und die Schweiz weiter ins Unglück stürzen. </p>
<p>Wir wollen, dass diese Frage in einer Abstimmung entschieden wird. Die Stimmberechtigten sollen frei entscheiden können. Wir wehren uns daher nicht gegen einen Gegenvorschlag, wie er Ihnen nun unterbreitet wird. Damit erhält die Bevölkerung die Wahl, ob sie die Initiative wählt, einen Gegenvorschlag, wie er der cvp vorschwebt oder ob es beides ablehnen will. Wir unterstützen daher in der heutigen Debatte die Initiative, wir setzen uns aber auch dafür ein, dass ein gemässigter Gegenvorschlag im Sinne der Vorschläge der cvp/fdp als Alternative vorgelegt wird. Nur damit erhalten an der Urne alle die Möglichkeit, sich frei zu äussern. Damit setzen wir ein Zeichnen für die Demokratie in unserem Land. Die Grüne Fraktion wird sich in der Debatte im Sinne dieser Zielsetzung verhalten. </p>
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		<title>Mit gutem Gewissen gegen Kriegsmaterialexporte</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 20:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abstimmungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie und Rechtsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viele Gründe gegen die Kriegsmaterialexportverbotsinitiative. Aber sie sind nicht gut genug. Die Argumente der Gegner eines Verbots von Kriegsmaterialexporten sind bedenkenswert. Besonders wenn man die aktuelle wirtschaftliche Situation betrachtet. Täglich...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt viele Gründe gegen die Kriegsmaterialexportverbotsinitiative. Aber sie sind nicht gut genug.</strong></p>
<p>Die Argumente der Gegner eines Verbots von Kriegsmaterialexporten sind bedenkenswert. Besonders wenn man die aktuelle wirtschaftliche Situation betrachtet. Täglich melden Unternehmen Entlassungen, müssen Kurzarbeit einführen oder gar ihren Betrieb einstellen. </p>
<p>Die Gegner haben Recht:<br />
•	Unter den aktuellen wirtschaftlichen Umständen scheint es widersinnig, dass wir am 29. November faktisch über die Abschaffung von einigen tausend Arbeitsplätzen entscheiden.<br />
•	900 Arbeitsplätze im Raum Thun dürfen uns in diesen Zeiten nicht egal sein und haben den Schutz vor willfähriger Abschaffung verdient.<br />
•	Die Schweiz als einziger Absatzmarkt für Rüstungsgüter wäre in der Tat zu klein, als dass unsere Wehrtechnikunternehmen kostendeckend produzieren könnten. Entlassungen wären sicher, Betriebsschliessungen nicht ausgeschlossen.<br />
•	Nebst dem Schweizer Arbeitsmarkt erleidet bei einem Verbot von Rüstungsexporten auch der Technologiestandort Schweiz Schaden. Gerade die Wehrtechnik brachte Innovationen, die oft auch von gesamtwirtschaftlichem Nutzen sind. Ohne eine eigene Rüstungsindustrie gäbe es diesen Nutzen nicht mehr. Ein weiterer, guter Grund für eine starke Rüstungsexportindustrie.</p>
<p><strong>ABER: </strong><br />
•	Ist die Schweiz nicht Vertragsstaat und insbesondere Depositarstaat der Genfer Konventionen, die dieses Jahr das 60-Jahr-Jubiläum feiern? Wo bleiben die Verantwortung der Schweiz, ihre so hochgehaltene humanitäre Tradition und der Stolz, Wiege der Genfer Konventionen zu sein?<br />
•	Mussten wir nicht in den letzten Tagen lesen, dass die britischen Streitkräfte in Afghanistan Schweizer Präzisionsmunition benützen?<br />
•	Mussten wir nicht in den letzten Tagen erfahren, dass die Schweiz Waffen auch in kriegführende Staaten exportiert, obwohl Exporte in Länder, die in einen internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt sind, verboten sind? </p>
<p>Johann Schneider Ammann und die Gegner der Waffenexportverbotsinitiative haben mit all ihren Argumenten Recht. Trotzdem: Die Schweiz soll und darf sich das Geschäft mit dem Export von Kriegsmaterial nicht leisten und damit an Kriegen und Konflikten teilnehmen. Wir sind ein starkes, innovatives Land und werden die Konversion unserer Rüstungsunternehmen in Hi-Tech-Unternehmen schaffen. Mit einem Exportverbot für Kriegsmaterial übernehmen wir Verantwortung, ohne unsere Grundwerte zu verraten und ohne dass unser Gewissen Schaden erleidet. Ich stimme daher am 29. November überzeugt JA zum Verbot von Kriegsmaterialexporten!</p>
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		<title>Minarettinitiative: eine Schande</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 15:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abstimmungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie und Rechtsstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben wir in der Schweiz ein Problem mit Minaretten? Die Antwort ist: Nein. Die Minarettinitiative ist unehrlich. Zur Zeit stehen in der Schweiz vier Minarette, zwei Bewilligungsverfahren laufen. Das 18 m hohe...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haben wir in der Schweiz ein Problem mit Minaretten? Die Antwort ist: Nein. Die Minarettinitiative ist unehrlich.</strong><br />
Zur Zeit stehen in der Schweiz vier Minarette, zwei Bewilligungsverfahren laufen. Das 18 m hohe Minarett in Zürich an der Forchstrasse steht seit 1963 klaglos und unauffällig; zuletzt wurde im Januar 2009 in Wangen bei Olten nach erbittertem Baustreit ein Minarett eingeweiht. Es wurde mit einem Kleinlaster angeliefert und ist grade mal 4 m hoch. Der Streit um dieses Minarett war mit ein Grund für die Minarettinitiative. Diese will den Bau von Minaretten in der Schweiz verbieten. Nachdem Minarette weder aufgrund ihrer Zahl noch aufgrund ihrer Grösse ein bauliches Problem darstellen, kann es den rechtsextremen Initianten nicht um die Bauten gehen, sie wollen die Ausbreitung der islamischen Religionsgemeinschaft treffen. Sie wollen mit einem symbolischen Akt eine wüste Ausgrenzungsdebatte führen und den Religionsfrieden, um den wir in der Schweiz während Jahrhunderten gerungen haben, leichtfertig aufkündigen. Die Initiative gegen die Minarette ist daher gar nicht ernstgemeint. Sie gibt vor,sich gegen den Bau von Minaretten zu wenden, die es aber kaum gibt in der Schweiz. Sie will dagegen mit undifferenzierten Diffamierungen die Angst und den Hass gegen Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften schüren. Die einzige richtige Reaktion wäre eine Ungültigerklärung gewesen, wie sie die Grünen vertreten hatten. Dazu fehlte dem Parlament leider der Mut, obwohl die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. Nun müssen wir die Folgen tragen. Nur schon die Abstimmungskampagne wird dem internationalen Ansehen der Schweiz schaden, stellt ein Sicherheitsrisiko dar und könnte uns auch in wirtschaftlicher Hinsicht teuer zu stehen kommen. Die Folgen des Karikaturenstreits für Dänemark sollten uns ein Warnzeichen sein. Die Vernachlässigung der Aussenperspektive hat der Schweiz schon im Konflikt über die nachrichtenlosen Vermögen und im Banken- und Steuerstreit geschadet.<br />
Entscheidend ist, dass sich die Initative nicht gegen Minarette wendet, sondern gegen die Muslime in der Schweiz. „Damit stellt die Initiative die Religionsfreiheit grundsätzlich in Frage. Sie ist Ausdruck von Intoleranz und politisch motivierter Ungleichbehandlung“ (Prof. Yvo Hangartner). Die Minarett-Initiative ist damit absolut diskriminierend und rechtswidrig. Mit der Abstimmung über ihre Initiative tun wir den Initianten bereits zuviel der Ehre an. Um die Ehre der Schweiz zu retten ist ein wuchtiges Nein zu dieser hinterhältigen Initiative dringend nötig.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Voglio vedere le mie montagne</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 11:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundes Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr Gastfreundschaft, mehr Freundschaft. Rede zum 1. August an der Lenk. Liebe Lenkerinnen, Liebe Lenker Liebe Gäste Chers invités Dear Guests Geachte Gasten Estimados invitados Kära Gäster Dragi Gosti Drodzy Goscie Cari...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr Gastfreundschaft, mehr Freundschaft. Rede zum 1. August an der Lenk.</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Liebe Lenkerinnen, Liebe Lenker</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Liebe Gäste </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ansi-language: FR;" lang="FR">Chers invités</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ansi-language: FR;" lang="FR">Dear Guests</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ansi-language: ES;" lang="ES">Geachte Gasten</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ansi-language: ES;" lang="ES">Estimados invitados</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ansi-language: ES;" lang="ES">Kära Gäster</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Dragi Gosti</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Drodzy Goscie</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Cari ospiti<br />
</span><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Charas visitadras e chars visitaders</span>
</p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich fahre hochdeutsch weiter, in der Hoffnung, dass mich eine Mehrheit der Anwesenden verstehen kann.</span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Zuerst danke ich den Organisatoren, dass sie mich zu dieser Feier eingeladen haben und dass ich am heutigen 1. August hier an der Lenk zu Ihnen sprechen darf. Vielleicht haben Sie gehört, dass ich bei den Grünen bin, und die Grünen gelten ja im allgemeinen eher als links, grundsätzlich übrigens zu Recht. Mir selber ist es nicht so klar, ob auch ich ein Linker bin, aber die Frage ist mir auch nicht so wichtig. Es zeigt jedenfalls die Offenheit und die Weltoffenheit der Lenker, dass sie einen Grünen zur 1. Augustfeier einladen. Aber das Risiko ist nicht so gewaltig, denn die Linken sind ja auch die Netten, und es spricht ja nichts dagegen, einen Netten zu einer Feier einzuladen. Ich bin gerne nett und ich werde auch heute Abend nett sein; nett sein heisst für mich höflich und freundlich sein, das bin ich gerne. Und im Herzen sind wir ja alle ein wenig grün.</span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich freue mich, hier in den Lenker Bergen und vor der Bergkulisse zu Ihnen sprechen zu dürfen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Der bekannte Maler der Engadiner Berge, Giovanni Segantini, lag auf seinem Sterbebett, als er seinen letzten Wunsch äusserte: „Voglio vedere le mie montagne“. Ich möchte noch einmal meine Berge sehen. Sein Bett wurde zum Fenster gerückt, damit er seine geliebten Engadiner Berge vor dem Sterben noch einmal anschauen konnte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Nun waren ja die Berge keineswegs seine Berge, Segantini war ein Italiener, aus Trient, der sich aber zuerst inSavognin, dann im Engadin aus Liebe zu den Bergen niedergelassen hat. Aber er wollte die Berge sehen, die Berge bedeuteten ihm viel.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Das geht auch unserem Bundespräsidenten so. Wenn Hans Rudolf Merz in Bern aus dem Bürofenster schaut, dann sieht er Eiger, Mönch und Jungfrau, und er sagt, dann wisse er, wofür er sich einsetze und dass sich sein Einsatz lohne. Das hat er zumindest gestern im Gespräch zum 1. August so gesagt. Die Berge stehen also für ihn gleichermassen für die Heimat, für die Schweiz, für die Identifikation. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Hier an der Lenk gibt’s auch Berge, die Lenker Berge sind auch meine Berge, vielleicht werde ich sogar mir beim Sterben auch wünschen, noch einmal meine geliebten Berge sehen zu dürfen, vom Wildstrubel bis zum Wildhorn. </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ansi-language: FR;" lang="FR">Voglio vedere le mie montagne. </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Aber die Berge an der Lenk sind natürlich nicht meine Berge, ich komme aus Bern und komme nur für die Ferien hier an die Lenk – übrigens in diesem Jahr seit 40 Jahren, wie ich mit Schrecken nachgerechnet habe. </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die Berge können natürlich nicht wirklich jemandem gehören. Sie gehören vielleicht allen oder vielleicht auch niemandem, je nach persönlichem Geschmack; oder vielleicht gehören sie doch ein bisschen mehr den Menschen, die in den Bergen wohnen, die Lenker Berge also den Lenkerinnen und Lenkern, die jahrein jahraus mit ihren Bergen leben. Aber die Lenkerinnen und Lenker teilen ihre Berge seit langer Zeit mit ihren Gästen. Die Lenk ist seit Jahrhunderten offen, so wie die Lenker einen Grünen zum 1. August einladen, so ist die Lenk auch immer offen gewesen für Gäste und offen zur Welt hin. </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Offenheit und Pioniergeist hat die Lenk zum Beispiel bewiesen, als sie den Handel mit dem Simmentaler Fleckvieh aufgenommen hat. Bereits aus dem 16. Jahrhundert sind Exporte von Simmentaler Kühen aus dem Simmental ins benachbarte Ausland bekannt. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Tiere aus dem Simmental nach Afrika, Amerika und Australien <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>exportiert. Die Simmentaler sind heute auf allen Kontinenten zu Hause und bilden mit ungefähr 50 Millionen Tieren eine der weitweit bedeutendsten Rinderrassen. Es gibt also viel mehr Simmentaler Kühe auf der Welt als es Lenker, Berner oder gar Schweizer gibt! Zum Beispiel also mit dem Vieh strahlt das Simmental also auf die ganze Welt aus. Die Plüschkuh Simmi ist auch das Maskottchen der Lenk geworden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="background: white; margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-fareast-language: DE-CH;">Die Vieh- und Käsehändler waren im 18. Jahrhundert die ersten Gäste, die das Simmental besuchten und die von der Gastfreundschaft der Lenker profitieren durften. Nach den Vieh- und Käsehändlern kamen die Engländer und dann im 19. und 20. Jahrhundert immer mehr Gäste, </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">die Deutschen, die Franzosen, und dann auch die Amerikaner, heute auch viele Gäste aus Holland und Belgien, </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-fareast-language: DE-CH;">welche die Berge hier anschauen wollten. </span><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die Lenk behielt die Berge eben nicht für sich allein, sondern sie teilte sie mit den Gästen, die kommen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="background: white; margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Wie Sie wissen, gibt es an der Lenk eine Sommerakademie für Musikstudierende, sie beginnt heute in 14 Tagen. Diese Sommerakademie ist ein schönes Beispiel für das offene Forum, das die Lenk bieten kann. Etwa 100 Solisten aus ganz Europa kommen für 14 Tage an die Lenk und besuchen Meisterkurse bei internationalen Dozentinnen und Dozenten. Sie geniessen die herrliche Atmosphäre hier in den Bergen, und bringen im Gegenzug internationalen Geist und Leben an die Lenk. Besuchen Sie die Konzerte der Sommerakademie in der Kirche in den letzten zwei Augustwochen und werden Sie Mitglied im Verein der Freunde der Sommerakademie!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="background: white; margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Mit dem Tourismus und mit den Gästen aus unseren Nachbarländern haben sich auch Freundschaften gebildet. Tourismus bedingt nicht Gastgleichgültigkeit, sondern Gastfreundschaft. Mit unseren Gästen und unseren Nachbarn verbinden uns daher seit langer Zeit Freundschaften. Solche Freundschaften sind wichtig, nicht nur für den Tourismus, sondern darüberhinaus. Freundschaften helfen uns für das erfolgreiche Bestehen und Ueberleben unseres Landes in der internationalen Gemeinschaft. Solche Freundschaften sind Gold wert oder bares Geld wert. Deutschland zum Beispiel hat versucht, mit der Fussballweltmeisterschaft 2006 Freunschaften zu pflegen oder neue Freunde zu gewinnen. Deutschland prägte sein Bild im Ausland mit dem Slogan „zu Gast bei Freunden“.<br />
Deutschland hat sich diese Kampagne aber mehrere Mrd Euro kosten lassen!</span>
</p>
<p class="MsoNormal" style="background: white; margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die Schweiz profitiert seit langer Zeit von ihren Freundschaften. Heute dürfen wir dankbar feststellen, dass die Schweiz noch nie in ihrer Geschichte nur von freundschaftlich verbundenen Ländern umgeben war, wie das heute der Fall ist. Wir leben in einer offenen, partnerschaftlichen Beziehung mit unseren Nachbarn und in Europa.</span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Wenn ich aber heute in der Schweiz Zeitung lese, ist oft nicht viel zu spüren von diesen Freundschaften, und wir riskieren, unsere Freunde zu brüskieren oder gar zu verlieren. Umfragen besagen zwar, dass wir immer noch zu den beliebtesten Gegenden und Völkern in Deutschland gehören, aber was bedeutet eigentlich zum Beispiel Deutschland uns? Ganz zu schweigen von unserem Verhältnis zu Europa. Gegenüber der EU herrscht heute bei uns eine Kampfrhetorik vor, die schlecht passt zu einem freundschaftlichen Verhältnis. Wir tun so, als Europa und die EU nichts mit uns zu tun hätte. Wir tun vor allem so, als ob wir nichts mit der EU zu schaffen hätten. Und wir verkennen dabei, dass die EU der Zusammenschluss unserer wichtigsten Partner und Freunde sind, zum Beispiel unserer Tourismusgäste, die wir jedes Jahr wieder neu gewinnen wollen. </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Heute sprechen wir in der Schweiz nicht oder noch viel zu wenig über die Gestaltung des Verhältnisses zu unseren Nachbarn und zur EU. Heute machen wir in der Schweiz lieber Fernsehsendungen über die Alpenfestung, in der das Leben im Krieg romantisiert wird und das Bild einer isolierten Schweiz im Krieg wieder auflebt. Heute wird damit suggeriert, die Schweiz sei grundlegend in Gefahr und alle Nachbarn wollten der Schweiz an den Kragen oder zumindest ans Eingemachte. </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Das Gegenteil ist wahr! Die Schweiz wird im Ausland immer noch für ihre Qualitäten geschätzt. Die Schweiz geniesst trotz dem Mais um das Bankgeheimnis grundsätzlich immer noch viel Kredit in Europa.</span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Betrachten wir unsere Touristen nicht nur als Freunde, wenn sie da sind. Vergessen wir nicht, dass die Menschen in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Polen, Skandinavien, in Europa unsere Schicksalsgenossen, aber v.a. auch unsere Freunde sind. Auch wenn sie zuhause sind und nicht als Touristen bei uns Ferien machen. Und vergessen wir das auch nicht, wenn wir mit unseren Freunden über Bankkonten, Steuerflucht oder Fluglärm diskutieren. Sehen Sie, ich freue mich, wenn Johnny Hallyday nach Gstaad zieht und das Berner Oberland als Wohnort wählt. Und ich verstehe ihn, wenn er 4 Mio Euro Steuern sparen will. Aber ich verstehe auch die Franzosen, die das überhaupt nicht lustig finden, weil sie weiter in Frankreich Steuern bezahlen müssen. Bringen wir dieses Verständnis doch auf!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich möchte, dass die Schweiz offen und freundschaftlich verbunden ist mit der Welt, wie die Lenk offen, freundlich und höflich ist zu ihren Touristen. Ich möchte, dass die Schweiz Botschafter in die Welt sendet, die solche Schweizer Qualitäten repräsentieren. Offenheit, Vielsprachigkeit, Bescheidenheit im Sinne schweizerischen Understatements, Qualität, Leistung und auch Humor. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich habe mir überlegt, wer ein guter Botschafter für eine solche Schweiz sein könnte. Dafür kämen z.B. Schweizer Kulturschaffende in Frage. Ich hatte aber eine andere Idee.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Wir haben ja in diesem Frühling und diesem Sommer alle wieder ein wenig mehr Tennis geschaut und mit Roger Federer mitgefiebert und mitgelitten. Roger Federer ist ein perfekter Botschafter für die Schweiz: Er ist freundlich, er ist seriös, er ist offen, er ist sehr fair, auch in der Niederlage, er ist respektvoll und bescheiden, aber auch humorvoll, und er repräsentiert mit seinem Trainingsfleiss und seinem präzisen und sauberen Tennisspiel beste Schweizer Qualität. Als Wunsch zum Geburtstag der Schweiz wollte ich Euch daher heute zurufen: Mehr Federers für die Schweiz! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Dieser Wunsch ist heute aber bereits etwas überholt, weil Mirka und Roger selber 2 neue Federlis auf die Welt gestellt haben. Für mehr künftige Federers haben die Federers <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>damit bereits selber gesorgt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich wünsche mir daher von allen Menschen in der Schweiz zum 1. August: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Mehr Freundschaft im Sinne unserer Gastfreundschaft</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Mehr Respekt <span style="mso-tab-count: 3;">                           </span>- <span style="mso-tab-count: 1;">       </span>weniger Frechheiten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Mehr Humor <span style="mso-tab-count: 4;">                             </span>- <span style="mso-tab-count: 1;">       </span>weniger Borniertheit</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Mehr Offenheit und Vertrauen <span style="mso-tab-count: 1;">    </span>- <span style="mso-tab-count: 1;">       </span>weniger Angst und Mutlosigkeit.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;"><span style="font-size: 12pt; color: black; line-height: 150%; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; color: black; font-family: &quot;Tahoma&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE-CH; mso-bidi-language: AR-SA;">Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Aufenthalt an der Lenk, geniessen Sie die Berge und ich wünsche Ihnen einen farbigen 1. August. Ich danke Ihnen.</span></p>
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