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	<title>Alec v. Graffenried: grün - sozial - liberal</title>
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		<title>Die Schweiz als Drehscheibe des Stromhandels</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 14:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Grimsel]]></category>
		<category><![CDATA[Pumpspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Stromhandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ausstieg aus der Atomenergie bedingt den weiteren Ausbau der Wasserkraft, der wichtigsten Energiequelle in der Schweiz. Die Wasserkraft hat nach den Ereignissen in Japan noch einmal an Zustimmung gewonnen. Sie gilt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1291" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2012/04/Fotomontage-neue-Brücke-Graphik-KWO.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2012/04/Fotomontage-neue-Brücke-Graphik-KWO-300x240.jpg" alt="Fotomontage neue Brücke (Graphik KWO)" title="Fotomontage neue Brücke (Graphik KWO)" width="300" height="240" class="size-medium wp-image-1291" /></a><p class="wp-caption-text">Fotomontage neue Brücke (Graphik KWO)</p></div>Der Ausstieg aus der Atomenergie bedingt den weiteren Ausbau der Wasserkraft, der wichtigsten Energiequelle in der Schweiz. Die Wasserkraft hat nach den Ereignissen in Japan noch einmal an Zustimmung gewonnen. Sie gilt als sichere und umweltfreundliche Energie, und wird daher allseits geschätzt. Der Ausstieg ist nicht „gratis“ zu haben. Der Ausbau der Wasserkraft bedingt den Bau von Anlagen, welche Natur und Umwelt beeinträchtigen. Vor allem beim Thema Pumpspeicherung scheiden sich die Geister. Umweltkreise wehrten sich seit Jahren dagegen. Mit der Pumpspeicherung werde dreckiger Atomstrom zu sauberem Wasserstrom veredelt, die Konzerne machen ungerechtfertigte Gewinne oder, wie im Beispiel der Erhöhung der Grimselstaumauer, ein geschütztes Moor werde geflutet.<br />
Alle Argumente haben ihre Berechtigung, trotzdem bleibt die Pumpspeicherung ein wichtiger Bestandteil der schweizerischen Stromversorgung; gerade, wenn wir auf erneuerbare Energien setzen wollen. Die grüne Argumentation gegen die Pumpspeicherung ist überholt. So ergänzen sich zB Wasserkraft und Photovoltaik (PV) in idealer Weise. PV-Anlagen produzieren den Strom in Zeiten der grössten Nachfrage während des Tages, die Wasserkraft kann den Ausgleich im Tagesgang schaffen. Heutige Speicherwerke können damit den Speicherbedarf für die nächsten Ausbauschritte in den kommenden 15 Jahren sichern. </p>
<p>Zusätzliche Speichermöglichkeiten können durch das Netz (smart grids) und Batterien geschaffen werden. Darüber hinaus wird aber ein Ausbau von saisonalen Speichern notwendig sein. Bis 2050 wird daher ein weiterer Ausbau notwendig sein, der technisch machbar ist.<br />
Ohne Speicher keine Energiewende. Wer die Energiewende will, braucht Speicher. Die bestehenden Wasserkraftwerke können diese Speicher bieten – effizient, erneuerbar und einheimisch.</p>
<p><strong>„Batterie“ Europas</strong><br />
Wind- und Solaranlagen sind gekennzeichnet durch die Unregelmässigkeit der Stromproduktion, je nach Windstärke und Sonneneinstrahlung. Um diese Unregelmässigkeit aufzufangen brauchen wir Speichermöglichkeiten, einerseits dezentral über das Land verteilt, aber auch für den Netzausgleich im grossen Ausmass. Jeder Speicher hat seine Nachteile. Pumpspeicher bieten vergleichsweise wenig Nachteile. Und dies nicht nur in der Schweiz, sondern darüber hinaus für unsere Nachbarn. Das sieht auch der zuständige EU Energiekommissar Günther Oettinger so. Die Schweiz als  Teil der „Batterie Europas“ ist eine strategisch wichtige Position, die wir sichern und stärken müssen. Dadurch sichern wir den Anschluss ans europäische Netz, damit kann die Versorgungssicherheit in der Schweiz garantiert werden. Wenn Pumpspeicherungen auch in Zukunft wirtschaftlich interessant sind, ist dies kein Nachteil. </p>
<p>Damit die Schweiz die Drehscheibe des Stromhandels sein und bleiben kann, brauchen wir nicht nur die Pumpspeicherwerke, sondern auch ein leistungsfähigeres Stromnetz. Der Ausbau des Netzes ist insbesondere nötig, um Energie zu den Kraftwerken in den Alpen und zurück zu den Verbraucherzentren zu transportieren. Nur so können die erneuerbaren Energien bei einer Überproduktion zwischengespeichert und Engpässe verhindert werden. Auch der Ausbau der Netze führt &#8211; verständlicherweise &#8211; zu Einsprachen. Mit vernünftigen Kompromissen kann den Bedenken Rechnung getragen werden.<br />
Der Ausstieg hat seinen Preis. Wenn wir aus der Atomenergie aussteigen wollen – und das wollen wir &#8211; müssen wir bereit sein, solche Kompromisse einzugehen. Dies betrifft den Leitungsbau, aber auch den Kraftwerkbau. Deshalb befürworte ich im Kanton Bern zB die Erhöhung der Grimselstaumauer. Damit die Schweiz weiterhin als Drehscheibe des Stromhandels funktionieren kann.</p>
<p>Alec von Graffenried<br />
Nationalrat Grüne Bern</p>
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		<title>Unternehmensverantwortung</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 07:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Glencore]]></category>
		<category><![CDATA[Leitlinien Unternehmensverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoff]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein lange Zeit wenig beachtetes Thema ist wieder aktuell geworden: die Verantwortung der Unternehmen bezüglich der Menschenrechte. Heute steht nicht mehr die Verantwortlichkeit im Binnenverhältnis im Zentrum, vielmehr geht es um internationale...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2012/01/TRUCK7.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2012/01/TRUCK7-300x199.jpg" alt="" title="rainforest Africa logging" width="300" height="199" class="alignright size-medium wp-image-1271" /></a><strong>Ein lange Zeit wenig beachtetes Thema ist wieder aktuell geworden: die Verantwortung der Unternehmen bezüglich der Menschenrechte. Heute steht nicht mehr die Verantwortlichkeit im Binnenverhältnis im Zentrum, vielmehr geht es um internationale Beziehungen. Die Erklärung von Bern hat mit ihrem neu erschienenen Buch „Rohstoff – das gefährlichste Geschäft der Schweiz“ die Rohstoffkonzerne mit Sitz in der Schweiz beleuchtet.  und alliance sud will mit ihrer Kampagne „Recht ohne Grenzen“ die Konzerne an die Leine nehmen. Letztes Jahr wurden Leitlinien über die Frage der Menschenrecht und der Unternehmen von der UNO verabschiedet. Ich habe dazu mittels einer Interpellation beim Bundesrat nachgefragt.</strong></p>
<p>Der Menschenrechtsrat hat im vergangenen Juni die Guiding Principles on Business and Human Rights: Implementing the United Nations “Protect, Respect and Remedy” Framework  über die Frage der Menschenrechte und der Unternehmen angenommen. In diesen Leitlinien wurde der Rahmen für die Verantwortung von Staaten und Unternehmen bezüglich der Menschenrechte definiert und konkretisiert.</p>
<p>Die EU will bis Ende 2012 ihre Prioritäten in Bezug auf die Umsetzung dieser Prinzipien definieren und fordert die Mitgliedstaaten auf, ihre eigenen Aktionspläne für die Umsetzung zu erarbeiten. Die EU hat also eine Strategie betreffend der sozialen Unternehmensverantwortung. Wie steht es um die Schweiz und den hier ansässigen Unternehmen?</p>
<p>In einer Interpellation habe ich dem Bundesrat die Frage gestellt, wie die Schweiz diese UNO-Leitlinien umzusetzen gedenke. Ob der Bundesrat ebenfalls eine nationale Strategie ähnlich der Europäischen Union erarbeiten wird. Zudem soll der Bundesrat über die Resultate informieren und sicherstellen, dass die Leitlinien umgesetzt werden und sich die Unternehmen daran halten.</p>
<p>Was können die „Guiding Principles on Business and Human Rights“ erreichen? Dank den UNO-Leitlinien wird es für die Staaten zur völkerrechtlich verbindlichen Pflicht, ihre Unternehmen in Bezug auf die Menschenrechte zu überprüfen. Zudem wird das Einflussfeld vergrössert. Zusätzlich zu den eigenen MitarbeiterInnen werden auch Menschenrechtsverletzungen im weiteren gesellschaftlichen Umfeld des Unternehmens geprüft. Ausserdem muss Opfern den Zugang zur Justiz erleichtert werden.<br />
Die Aufgabe der Regierungen besteht darin, einen rechtlichen Rahmen zur Einhaltung der Menschenrechte zu schaffen und diesen dann auch umzusetzen – national wie international.</p>
<p>Inwiefern betreffen die Leitlinien die Schweiz?</p>
<p>Gemäss alliance sud sind heute über 300 international tätige Firmen in der Schweiz domiziliert. Bis zu 25 Prozent des weltweiten Rohstoffhandels wird über Unternehmen mit Sitz in der Schweiz abgewickelt. Die Schweiz profitiert damit von der Globalisierung. Wir müssen aber darauf achten, dass  die hohen rechtsstaatlichen Standards, die wir in der Schweiz erreicht haben, durch internationale Verknüpfungen nicht ausgehöhlt werden.<br />
Bis heute beruhen die Einhaltung der Menschen- und Umweltrechte in der globalisierten Welt oft auf Freiwilligkeit. Problematisch kann vor allem das Handeln von Niederlassungen im Ausland werden. Oft können  Firmen mit Sitz in der Schweiz nicht für die Geschäftspraktiken und Vergehen ihrer Tochtergesellschaften haftbar gemacht werden.</p>
<p>Die Notwendigkeit der UNO-Leitlinien zeigt das Buch „Rohstoff – das gefährlichste Geschäft der Schweiz“ der Erklärung von Bern auf: </p>
<p>Zum Beispiel Sambia; ein Land, welches dank seinen grossen Rohstoffvorkommen reich sein könnte. Um die Schuldzinsen bei der Weltbank bezahlen zu können hat Sambia die staatlichen Kupferminen verkauft, unter anderem an Mopani. Nebst direkten Umwelt- und Gesundheitsschäden, welche der Kupferabbau in Sambia mit sich bringt, gibt es einen weiteren negativen Punkt, in welchem die Schweiz involviert ist: der Entzug von Steuern.<br />
Sambia könnte seine Entwicklung selber finanzieren, wenn die Rohstoffkonzerne im Land angemessen Steuern zahlen würden. Das Steuernzahlen kann jedoch geschickt umgangen werden. Mopani gehört Glencore, einem der grössten Rohstoffkonzerne, mit Sitz in der Schweiz. Das Kupfer wird innerhalb des Konzerns zu verzerrten Preisen weiterverkauft, so dass die Minen in Sambia offenbar Verluste einfahren und somit keine Steuern bezahlen müssen. Die Gewinne werden bei Glencore verbucht.</p>
<p>Die Schweiz muss also ihre Verantwortung wahr nehmen und die UNO-Leitlinien umsetzten. Denn der oft zitierte Satz im Zusammenhang mit der Armut in Afrika trifft es auf den Punkt: „Es kommt weniger darauf an, mehr zu geben, als weniger zu nehmen“. </p>
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		<title>„Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.“</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[HOME]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Rede von Alec von Graffenried anlässlich der Preisverleihung „Umweltpreis Schweiz“ „Sehr geehrte Damen und Herren Sehr geehrte Nominierte Herzlichen Dank für Ihre Einladung, es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, hier...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_899" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/101.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/08/101-225x300.jpg" alt="" title="101" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-899" /></a><p class="wp-caption-text">Seilbrücke</p></div>Rede von Alec von Graffenried anlässlich der Preisverleihung „Umweltpreis Schweiz“ </p>
<p>„Sehr geehrte Damen und Herren<br />
Sehr geehrte Nominierte</p>
<p>Herzlichen Dank für Ihre Einladung, es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, hier zur Ueber-gabe des Umweltpreises ein paar Worte sagen zu dürfen.<br />
Finden Sie auch, es gibt zu viele solcher Preise? Finden Sie solche Preisverleihungen infla-tionär? Wissen Sie nicht, was so ein Umweltpreis soll?<br />
Schade.<br />
Ich finde den Umweltpreis eine grossartige Sache und freue mich, dass er heute übergeben wird. Bei Wettbewerben gibt es immer Gewinner und Verlierer. Nicht so beim Umweltpreis. Da gewinnen alle. Die Teilnehmer, die Umwelt, wir alle.</p>
<p>Der Zustand der Umwelt kann einem ja zu denken geben, der Zustand unserer Umwelt lässt niemanden unberührt. Man kann darob in Pessimismus verfallen. Oder man kann trotzdem optimistisch bleiben. Von Roger de Weck habe ich gelernt, dass es keinen Unterschied gibt zwischen dem Optimisten und dem Pessimisten. Beide, Optimist und Pessimist, haben keine Ahnung, wie die Geschichte am Ende rauskommt.<br />
Aber: der Optimist hat mehr fun gehabt in dieser Zeit, er hat ein glücklicheres Leben geführt als der Pessimist. </p>
<p>Aber wie gesagt. Ob Optimist oder Pessimist: Der Zustand der Erde lässt keinen kalt. Seit Ende Oktober 2011 sind wir 7 Mrd Menschen auf der Erde, das ist ein guter Moment, um sich ein paar Gedanken dazu zu machen. </p>
<p>Die Frage nach dem Wachstum drängt sich hier auf. Sehen Sie, wenn wir 7 Milliarden sind und jedes Jahr 70 Millionen dazu kommen, wenn wir den Wohlstand halten wollen und für diejenigen, die darben, auch etwas Wohlstand wollen, dann müssen wir schon noch weiter wachsen. Ueber alles gesehen jedenfalls. Aber unser Wachstum muss ein Wachstum an guten Ideen sein, ein Wachstum an Intelligenz sein, unser Wachstum darf unsere Erde nicht weiter zerstören. Das heisst, wir müssen innovativ sein, wir müssen die besseren Ideen ha-ben, wir müssen besser werden. </p>
<p>Kennen Sie den Film HOME?<em>1)</em>  HOME ist ein französisches Filmprojekt, ein wunderbarer Film von Yann Arthus-Bertrand  von 2009.<br />
HOME erinnert uns daran, dass die Erde bereits seit 4 Mrd Jahren besteht, der Mensch aber erst seit  200‘000 Jahren. Erst in den letzten dreihundert Jahren hat der Mensch die Erde aus dem Gleichgewicht gebracht.<br />
HOME ist eine Ode auf unseren Planeten und erinnert uns an das zerbrechliche Gleichge-wicht unserer Erde. Mit Bildern aus der Vogelperspektive machen wir im Film eine Reise rund um die Welt in über 50 Länder.  HOME zeigt uns zuerst die Schönheit unserer Erde. HOME erinnert uns dann aber an unbequeme Wahrheiten.<br />
•	5000 Menschen sterben täglich an unsauberem Wasser.<br />
•	1 Mrd Menschen hungert.<br />
•	Die weltweiten Militärausgaben sind 12 mal höher als die weltweiten Entwicklungs-gelder.<br />
•	20 % der Menschen, da gehören zB wir alle dazu, konsumieren mehr als 80 % der Ressourcen weltweit.<br />
•	40% der ackerfähigen Böden sind beeinträchtigt.<br />
•	Jedes Jahr verschwinden 13 Mio Hektaren Wald.<br />
•	Eines von vier Säugetieren und einer von acht Vögeln und eines von drei Amphibien sind vom Aussterben bedroht.<br />
•	Das Aussterben der Arten erfolgt 1000 mal schneller als es natürlicherweise der Fall wäre.<br />
•	¾ der weltweiten Fischbestände sind ausgefischt.<br />
•	Die Temperatur der letzten 15 Jahre war die höchste je gemessene Temperatur, 2011 war das wärmste je gemessene Jahr.<br />
•	Das Polareis ist um 40% dünner geworden in den letzten 40 Jahren. </p>
<p>Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren, wenn wir diese Entwicklung aufhalten wollen.<br />
Arthus-Bertrand ist überzeugt, dass jeder Einzelne an der Rettung unseres Planeten teil-nehmen muss. Um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, hat er den Film HOME gedreht. Damit der Film die grösstmögliche Verbreitung erhält, muss er gratis sein. Der Sponsor, die französische Luxusartikelgruppe PPR hat dies ermöglicht. Der Film kann auf Youtube gratis angesehen werden. Das haben schon Millionen Menschen auf der ganzen Welt getan, können Sie auch machen. </p>
<p>HOME packt jeden von uns direkt bei seinen Gefühlen. Der Film macht uns bewusst, dass wir unseren Blick auf diese Welt ändern müssen. HOME behandelt die großen ökologischen Fragen, denen wir uns stellen müssen, und zeigt uns, wie alles auf unserem Planeten zu-sammenspielt.</p>
<p>In den 200‘000 Jahren seiner Existenz, oder präziser in den letzten 300 Jahren, hat der Mensch ein Gleichgewicht gestört, das sich in 4 Milliarden Jahren entwickelt hat. Der Preis dafür ist hoch. Es bleibt der Menschheit eigentlich keine Zeit, um den Trend umzukehren. Wir müssen unsere Konsumgewohnheiten ändern. Wir müssen uns radikal ändern. Wir ha-ben gar keine Wahl. Und: Wir können die heutigen Herausforderungen nicht mit alten Tech-nologien meistern. Wir brauchen die besten Technologien, die es gibt. Hier in der Schweiz, in Europa, weltweit.<br />
Können wir uns so rasch ändern? Wie rasch ändern wir uns denn?<br />
Wir verändern uns in einem atemberaubenden Tempo.<br />
Wir erlebten in den letzten 20 Jahren die Digitale Revolution. Es wird angenommen, dass die Menschheit im Jahr 2002 mehr Informationen digital als analog gespeichert hat. Seither le-ben wir im  „Digitalen Zeitalter“. Es wird geschätzt, dass noch im Jahr 1993 lediglich 3% der weltweiten Informationen digital gespeichert waren, 2007 waren es dann bereits 94%, heute noch mehr. </p>
<p>Die digitale Revolution basiert auf der Erfindung des Mikrochips und der stetigen Leistungs-steigerung. Gordon Moore sagte 1965 voraus, dass sich die Leistungsfähigkeit von Mikro-chips alle 1-2 Jahre verdoppeln werden, dieses Mooresche Gesetz behielt bis heute seine Gültigkeit. Das kann jeder bei sich selber beobachten. Heute ist mein Handy viel leistungsfä-higer, als es mein  Computer vor rund 15  Jahren war. Der hatte auf der Festplatte 1 Giga-byte Speicherkapazität, das war damals gigantisch. Soviel hat heute auf einem USB Stick Platz, den man an jedem Stand der Swissbau als Werbegeschenk erhält. Und diese Entwick-lung geht auch in den nächsten Jahren weiter, das Mooresche Gesetz gilt gemäss Voraus-sagen noch 20 Jahre unverändert !</p>
<p>Wenn Sie die Entwicklung aus der Vergangenheit in die Zukunft übertragen, dann können Sie erahnen, wo wir in 20 Jahren stehen werden. Oder eben feststellen, dass Sie keine Ah-nung haben. Die Entwicklung geht so rasch, dass Sie sie heute nicht abschätzen können. </p>
<p>Wir erleben ja bereits eine andere Zeitenwende. Und diesmal erleben wir diesen Umbau in der Baubranche aus nächster Nähe mit. Ich spreche vom Energieumbau unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft.<br />
Dieser Umbau ist im vollen Gange und die Bauwirtschaft spielt darin eine Schlüsselrolle. Vor 20 Jahren lagen die Energieverbrauchswerte von Neubauten noch rund viermal so hoch wie heute. Die Erfolgsgeschichte von Minergie ermöglichte in der Schweiz einen rasanten Wan-del beim Energieverbauch der Bauten. Die ganze Bauwirtschaft ist davon betroffen, weltweit. Wissen Sie, wann Minergie eingeführt wurde? 1997. Das ist 15 Jahre her. Unsere Firma ver-kaufte noch 2007 ein einziges Projekt in Minergie, 2011 waren bereits 80% unserer Projekt-entwicklungen in Minergie geplant, wir streben jetzt konstant 100% an.<br />
Aber wir werden weiter gehen! Wir wollen die Abhängigkeit von Erdöl- und Gasimporten re-duzieren und wir wollen seit letztem Sommer aus der Atomenergie aussteigen. Das heisst zuerst, dass unsere Neubauten keine Energie mehr für die Heizung und Kühlung mehr brau-chen dürfen. Ein Neubau der seine Energie für die Heizung und  Kühlung selber produziert, ein Nullenergiehaus oder ein Plusenergiehaus: das existiert heute bereits!<br />
Bei der Verleihung des Schweizerischen Solarpreises im letzten Oktober wurden Plusener-giehäuser mit Preisen ausgezeichnet, es gab dabei Bauten, die 3-4 x soviel Energie produ-zieren, wie sie für ihren Betrieb brauchen.<br />
Wissen Sie, was man 1997 zu Minergie sagte: Ihr spinnt!<br />
Minergie funktioniert nicht! Das ist extravagant und viel zu teuer! Wie beurteilen Sie das heu-te? Was sagen Sie heute dazu?<br />
Ein Minergiehaus 1997: das war etwa gleich exotisch wie ein Plusenergiehaus heute. Das heisst aber nichts anderes, als dass wir in 10 Jahren nur noch energiepositive Häuser bauen werden, das ist der  Beitrag der Bauwirtschaft zum Energieumbau.<br />
Ich spreche aber ganz generell von der Nachhaltigkeit, welche die Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellt. Meine Firma Losinger Marazzi ist Teil eines französischen Konzerns. Bei uns im Konzern ist die Nachhaltigkeit und das nachhaltige Bauen die wichtigste Achse der Innovation.<br />
Unser Hauptaktionär Olivier Bouygues sagt dazu:<br />
«Wir sind überzeugt, dass Unternehmen, die vor der Konkurrenz nachhaltige Lösungen an-bieten können, Gewinn daraus ziehen und auch ihr Image profitiert. Die soziale und ökologi-sche Verantwortung soll daher nicht als zusätzliche Verpflichtung angesehen werden, son-dern als eine wunderbare Entwicklungschance für alle.» <em>2)</em><br />
Olivier Bouygues ist am Erfolg unseres Unternehmens interessiert, er will, dass das Unter-nehmen in Zukunft bestehen bleibt und erfolgreich ist, deshalb setzt er auf Innovation und Nachhaltigkeit.<br />
Lord Norman Foster, der zur Zeit wohl bekannteste Architekt, sagt das gleiche, aber drasti-scher: &#8220;Solar architecture is not about fashion. It is about survival&#8221; <em>3)</em> , Solararchitektur ist keine Modeerscheinung, es geht ums nackte Überleben.<br />
Dafür müssen wir unsere Denkweisen anpassen und in die Zukunft schauen. Dafür müssen wir uns ändern. Veränderung kann uns Angst machen. Ne nei, nume nid gschprängt, das hei mer scho geng so gmacht! We das jede wett… sagen wir in Bern.<br />
Aber wir haben gar keine Wahl. „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.“ <em>4)</em>   </p>
<p>Das heisst nichts anderes, als dass wir selber am Anfang dieser Veränderung stehen müs-sen. Leben ist Veränderung. Leben ist vorwärts gehen, nicht still stehen bleiben und schon gar nicht rückwärts. Wer stehen bleibt, erstarrt. <strong>Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.</strong> <em>5)</em></p>
<p>Warum gibt es einen Umweltpreis? Gibt es zu viele Umweltpreise?<br />
Es geht darum, durch Innovation die Herausforderungen zu bewältigen, die wir ohnehin be-wältigen müssen. Sie, liebe Nominierte, sind die Spitze der Innovationskraft. Sie geben sich nicht zufrieden. Sie denken weiter.<br />
Weiterdenken, Intelligentere Lösungen anstreben, angetrieben vom Optimismus, dass wir es besser machen können. Das ist es, was wir heute brauchen, in der Schweiz, in Europa, auf der Erde. Das führt uns zu einem glücklicheren Leben.<br />
Der Film HOME endet mit dem Satz: It is up to us to write, what happens next. Es ist an uns, die Geschichte weiterzuschreiben.<br />
Together. Zusammen.<br />
Ich gratuliere den Wettbewerbssiegern. Ich danke der Stiftung Umweltpreis, der Jury, den Wettbewerbsteilnehmenden, ich danke Ihnen allen, dass Sie mit uns die Geschichte weiter-schreiben.  Zusammen.“</p>
<p>Alec von Graffenried, 17. Januar 2012</p>
<p><em>1) Originaltitel: HOME, Frankreich 2009, 93 Minuten, Regie Yann Arthus-Bertrand; Produktion Denis Carot, Luc Besson; Musik Armand Amar; Kamera Tanguy Thuaud<br />
2) Olivier Bouygues, Delegierter des Verwalltungsrates Bouygues SA<br />
3) Lord Norman Foster, Solarpreis 2011, 10. Oktober 2011 Palexpo Genève<br />
4) Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896-1957), italienischer Schriftsteller<br />
5) Mahatma Gandhi  Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Rechtsanwalt, 1869 &#8211; 1948</em></p>
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		<title>Wehrpflicht abschaffen?</title>
		<link>http://www.avg.ch/2011/12/12/wehrpflicht-abschaffen/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 18:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Dienstpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Zivildienst]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 5. Januar 2012 reicht die GSoA ihre Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht ein. Damit ist die Debatte lanciert. Doch ist die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht sinnvoll in einer Gesellschaft, in welcher...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 5. Januar 2012 reicht die GSoA ihre Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht ein. Damit ist die Debatte lanciert. Doch ist die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht sinnvoll in einer Gesellschaft, in welcher Rechte immer vehementer durchgesetzt, Pflichten jedoch immer weniger wahrgenommen werden?<br />
Der Militärdienst in seiner heutigen Form hat kaum mehr eine Daseinsberechtigung. Dienstleistungen von allen  für alle im Sinne einer allgemeinen Dienstpflicht könnten jedoch von grossem Nutzen für die Gesellschaft sein und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz sein. Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) hat dazu einen interessanten Vorschlag präsentiert.</strong></p>
<p>Die Menschen in unserer Gesellschaft haben eine immer stärkere Anspruchshaltung und gleichzeitig immer weniger Bewusstsein für die Bürgerpflichten. Individualismus gilt mehr als das Gemeinwohl. Andererseits würden viele Jugendliche gerne eine nützliche, sinnvolle Aufgabe in der Gesellschaft wahrnehmen. Das gesellschaftliche Engagement ist durchaus in Mode, es fehlen aber die richtigen Angebote.</p>
<p>Die allgemeine Wehrpflicht besteht heute zum grössten Teil aus dem Militärdienst. Die traditionelle Armee hat in der heutigen Welt jedoch ihre Aufgabe weitgehend verloren. Somit sehen viele Dienstpflichtige im Militärdienst verständlicherweise keinen Sinn mehr.<br />
Soll deswegen jedoch die Dienstpflicht abgeschafft werden? Dies ist nicht die Lösung. Nein, sie müsste umgebaut und den heutigen Herausforderungen angepasst werden.</p>
<p>Aufgrund der demographischen Entwicklung oder des Klimawandels kommen grosse Aufgaben auf uns zu wie beispielsweise die Katastrophenhilfe bei Unwettern oder die Betagtenbetreuung, um nur zwei Aufgabenbereiche zu nennen. Auch Einsätze in Gemeinden, namentlich der Feuerwehr, oder sogar humanitäre und friedenserhaltende Einsätze im Ausland sind nötig und sinnvoll.</p>
<p>Solche sinnvolle Einsätze sind heute bereits im Rahmen des Zivildienstes möglich. Der Zivildienst wird jedoch nach wie vor gegenüber dem Militärdienst benachteiligt. </p>
<p>Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) schlägt nun in ihrem bemerkenswerten „Contrat Citoyen“ die freie Wahl zwischen Militär- und Zivildienst vor. Dabei sollen beide Dienstarten gleich lange dauern. Der Dienst an der Allgemeinheit würde zur allgemeinen Dienstpflicht für alle umgestaltet, also auch für Frauen und für Jugendliche ohne Schweizer Pass. Dies wäre ein weiterer Schritt in Richtung Gleichberechtigung und Integration.</p>
<p>Dieser Vorschlag lässt viele Fragen offen. Wie sollte die Armee aufgebaut sein? Welche Aufgaben soll sie wahrnehmen? Der Fokus und dieie Ausbildung müssten gegenüber heute drastisch verändert werden. Der Schwerpunkt der Militärausbildung soll nicht länger auf dem Erlernen des Kriegshandwerks für einen unwahrscheinlichen Krieg liegen, sondern einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen haben. Der Militärdienst soll um sicherheitsrelevante Themen ergänzt werden. Denkbar wären Einsätze zur Entlastung von Feuerwehr und Polizei, bei Grossereignissen und Notfällen, beispielsweise  bei Einsätzen zur Bekämpfung von Hochwasser.</p>
<p>Dass auch der Feuerwehrdienst in der allgemeinen Dienstpflicht enthalten ist, wäre deshalb sinnvoll, weil die Rekrutierung von freiwilligen Feuerwehrmännern und –frauen zunehmend schwieriger wird. </p>
<p>Im Gegensatz zum Militärdienst ist das Einsatzgebiet des Zivildienstes klar. Hier stellt sich hingegen die Frage, wie das Zusammenleben, die Begegnungen und die soziale Durchmischung, welche beim Militärdienst hochgelobt werden, gefördert werden können. Denn die meisten Zivildiensteinsätze sind Einzeleinsätze.<br />
Eine Lösung wäre eine vorangehende Ausbildungszeit von ein paar Wochen mit einem Kasernenleben. Die Jugendlichen würden auf ihre Einsätze in der Katastrophenhilfe oder den Sozialdiensten vorbereitet – mit richtigen Übungen, welche für dden gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig sind.</p>
<p>Mit einer angepassten Ausbildung könnten die Jugendlichen auf ihre Einsätze vorbereitet werden und somit die Chance erhalten, nützliche und sinnvolle Arbeit leisten zu können. Eine allgemeine Dienstpflicht für alle mit Einsätzen in verschiedenen Gebieten wäre ein Nutzen für die Gesellschaft, die Allgemeinheit und nicht zuletzt auch für jeden einzelnen Menschen. Das gesellschaftliche Engagement würde wieder zur Selbstverständlichkeit.</p>
<p>Damit gelange ich zu folgender Schlussfolgerung:</p>
<p>Als Gegenvorschlag zur Initiative „Aufhebung der Wehrpflicht“ soll ein Vorschlag für eine allgemeine Dienstpflicht ausgearbeitet werden. Die allgemeine Dienstpflicht soll die Aufgaben der Armee, des Zivilschutzes, des Zivildienstes und teilweise auch der Feuerwehr übernehmen.</p>
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		<title>S grosses Merci!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 09:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Allen allen ganz herzlichen Dank für alle die Stimmen, welche dieses Ergebnis ermöglicht haben. Trotz schwierigem Umfeld konnten wir Grünen in Bern unsere Position behaupten. Merci allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mir...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allen allen ganz herzlichen Dank für alle die Stimmen, welche dieses Ergebnis ermöglicht haben. Trotz schwierigem Umfeld konnten wir Grünen in Bern unsere Position behaupten. Merci allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mir in den letzten Wochen und Monaten geholfen haben.<a href="http://www.avg.ch/?attachment_id=1233"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/10/111023_FranziskaAlecRegula_gross_Rathaus-300x224.jpg" alt="" title="111023_FranziskaAlecRegula_gross_Rathaus" width="300" height="224" class="alignleft size-medium wp-image-1233" /></a></p>
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		<title>Arbeiten Pfarrer nur sonntags?</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 09:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Traumberuf als Kind: &#8220;Pfarrer. Der arbeitet nur am Sonntag.&#8221; So habe ich für den Wahlprospekt geantwortet. Natürlich entspricht das nicht meinem heutigen Berufsbild einer Pfarrerin oder eines Pfarrers. Welchen Anforderungen muss...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein Traumberuf als Kind: &#8220;Pfarrer. Der arbeitet nur am Sonntag.&#8221; So habe ich für den Wahlprospekt geantwortet. Natürlich entspricht das nicht meinem heutigen Berufsbild einer Pfarrerin oder eines Pfarrers.</strong><br />
Welchen Anforderungen muss eine Pfarrerin oder ein Pfarrer heute entsprechen? Die Ansprüche sind grenzenlos!<br />
- Der ideale Pfarrer ist ca. 28 Jahre alt und hat eine Familie mit kleinen Kindern.<br />
- Er hat mindestens 30 Jahre Erfahrung als Prediger, Diakon, Lehrer und Seelsorger.<br />
- Der perfekte Pfarrer ist auch ein guter Sigrist, Wirt und kumpel am Stammtisch.<br />
- Der Pfarrer predigt genau 12 Minuten.<br />
- Er arbeitet vor 8 Uhr morgens bis Mitternacht und ist auch während den Essenszeiten erreichbar.<br />
- Er gibt sich ganz seiner Arbeit hin und ist 7 Tage pro Woche, 24 Stunden pro Tag erreichbar.<br />
– Er nimmt sich daneben auch genügend Freiraum für seine Ehe und Familie, sowie genügend Entspannungszeit für sich selber, in seiner freien Zeit hat er originelle Hobbies und spielt im FC mit.<br />
- Er stärkt die Gläubigen: Er ruft täglich 15 Gemeindemitglieder an und besucht sie in Heimen und Spitälern. Daneben verkündigt er unablässig das Evangelium den Kirchenfernen.<br />
- Er verdient nicht mehr als CHF 1000 pro Woche und spendet die Hälfte davon für die Armen.<br />
- Er benennt die Sünden präzise, verärgert aber niemals jemanden.<br />
- Er ist wunderbar freundlich, umgänglich und sanftmütig.<br />
- Er sagt klar seine Meinung, tritt aber nie jemandem zu nahe.<br />
- Er spricht soziale Streitfragen klar an, wird dabei aber nie politisch.<br />
- Er hat das lebhafte Interesse sowie die Begabung, mit Teenagern zu arbeiten und organisiert für sie Ausflüge und spektakuläre Lager.<br />
- Er setzt den grössten Teil seiner Arbeitszeit für die älteren, treuen Kirchenmitglieder ein.<br />
- Die Fürsorge für Familien und Leute mittleren Alters liegt ihm am Herzen.</p>
<p>Ein Pfarrer, eine Pfarrerin arbeitet somit sonntags, aber eigentlich auch sonst praktisch jeden Tag&#8230; </p>
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		<title>Fragen und Antworten</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Parteipostille &#8220;Weltwoche&#8221; befragte ParlamentarierInnen zu verschiedenen Themen. Es ist klar, dass ein vernünftiger Mensch da nicht antwortet. Die &#8220;Weltwoche&#8221; ist eh nicht im Stande, die Antworten fair wiederzugeben. Für Euch habe...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/10/Fragen-und-Antworten.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/10/Fragen-und-Antworten-150x150.jpg" alt="" title="Fragen und Antworten" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1209" /></a><strong>Die Parteipostille &#8220;Weltwoche&#8221; befragte ParlamentarierInnen zu verschiedenen Themen. Es ist klar, dass ein vernünftiger Mensch da nicht antwortet. Die &#8220;Weltwoche&#8221; ist eh nicht im Stande, die Antworten fair wiederzugeben. Für Euch habe ich die Fragen trotzdem beantwortet.</strong><br />
1)	Befürworten Sie einen Beitritt der Schweiz zur EU?<br />
Ich kann mir vorstellen, dass die Schweiz der EU beitritt, bevor ich mich entscheide, möchte ich jedoch die Bedingungen kennen und den Vertrag sehen. Entscheidend sind die Beiträge, die Bedingungen, die Frage ob mit oder ohne Uebernahme des Euro usw.<br />
2)	Sind Sie für vertiefte institutionelle Beziehungen der Schweiz zur EU (Stichwort: Rahmenvertrag)?<br />
Ich strebe eine Partnerschaft mit der EU im Sinne des EWR an, ev. zusammen mit weiteren Partnern (Norwegen, Türkei, Balkan). Das ist ein realistisches Szenario für die Schweiz.<br />
3)	Soll die Schweiz von der aktiven zur umfassenden Neutralität zurückkehren? …<br />
Die Schweiz soll vorwärts gehen und nicht rückwärts, ich strebe den Blick nach vorne an.<br />
4)	Soll die Personenfreizügigkeit neu verhandelt werden? …<br />
Die Personenfreizügigkeit ist eine der Grundfreiheiten innerhalb der EU. Neuverhandlungen sind kein Thema.<br />
5)	Ist die Zuwanderung einzuschränken? …<br />
Die Zuwanderung ist bereits heute eminent eingeschränkt, weitere gesetzliche Einschränkungen sind nicht nötig. Korrekturen (bzw. die gesetzliche Umsetzung) im Vollzug sind hingegen nötig.<br />
6)	Sind Sie für den Ausstieg aus der Kernenergie? …<br />
Ja.<br />
7)	Soll der Benzinpreis zugunsten ökologischer Subventionen erhöht werden?<br />
Nein. Ich bin gegen „ökologische Subventionen“. Hingegen befürworte ich staatsquotenneutrale Besteuerungen und Lenkungsabgaben im Sinne der CO2 Abgabe.<br />
 <img src='http://www.avg.ch/de/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> Ist die Anbindung des Frankens an den Euro richtig? …<br />
Die Frage ist falsch gestellt, vermutlich ist die Anbindung nötig.<br />
9)	Soll der Bund systemrelevante Banken retten („too big to fail“)?<br />
Bisher war das nötig, mit der neuen Regulierung soll dieser Fall vermieden werden. Wenn sie auch in Zukunft trotzdem scheitern (fail), werden sie auch weiterhin gerettet werden müssen (systemrelevant heisst ja, dass dass sie sonst das System gefährden).<br />
10)	Muss der Bundesrat das Bankgeheimnis offensiver verteidigen?<br />
Ist offensiver noch möglich?<br />
11)	Sind Sie für die Aufhebung des Bankgeheimnisses bei Steuerhinterziehung auch im Inland?<br />
Das ist ja faktisch bereits aufgehoben.<br />
12)	Ist die Staatsquote in der Schweiz zu hoch?<br />
Gegenfrage: ist der Uetliberg zu hoch?<br />
13)	Sind Sie für einen intensiven Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen?<br />
Ja, aber nur, falls es dafür faire Rahmenbedingungen gibt. Das ist zur Zeit nicht der Fall.<br />
14)	Sollen die Zahlungen der finanzstarken an die finanzschwachen Kantone erhöht werden?<br />
Wie meinen Sie das?<br />
15)	Befürworten Sie die Einführung einer Erbschaftssteuer?<br />
Ja, sofern sie sinnvoll ausgestaltet ist, v.a. grosse Erbschaften beschlägt und die Unternehmensnachfolge (zB auch in der Landwirtschaft) nicht behindert.<br />
16)	Soll die Mehrwertsteuer wieder gesenkt werden?<br />
Gegenfrage: Soll das Wetter besser werden?<br />
17)	Sollen Unternehmen steuerlich entlastet werden?<br />
Die steuerliche Belastung richtet sich nach der Leistungsfähigkeit des Staates und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Aus dieser Sicht drängt sich eine weitere Entlastung nicht auf. Vorher ist die Zeche aus der letzten Unternehmenssteuerreform zu berappen.<br />
18)	Möchten Sie die Subventionen für die Landwirtschaft abbauen?<br />
Die Produktionsbedingungen der Schweizer Landwirtschaft sind international nicht konkurrenzfähig. Ich will die Schweizer Landwirtschaft weiter unterstützen, die Subventionen aber radikal vereinfachen, und ganz von den produktstützenden Zahlungen zu Direktzahlungen übergehen. Unter dem Strich wird das zu einem Abbau im Budget führen, die Einkommen in der Landwirtschaft aber sichern und stärken.<br />
19)	Braucht die Armee mehr Geld?<br />
Verglichen womit? Für welchen Auftrag?<br />
Ich bin der Meinung, dass ein sinnvoller Armeeauftrag mit CHF 4 Mrd/Jahr wahrgenommen werden kann. Dieser Auftrag wurde bisher leider nicht definiert.<br />
20)	Braucht die Armee mehr Truppen und neue Flugzeuge?<br />
Mehr Truppen als wieviele? Ich bin der Meinung, dass mit 80‘000 AdA ausreichend Truppen zur Verfügung stehen können. Ich bin für eine allgemeine Dienstpflicht für alle, der Militärdienst wird wie die übrigen Dienste in der Regel am Stück absolviert.<br />
21)	Möchten Sie den Sozialstaat ausbauen?<br />
Ich möchte einen Staat, der den sozialen Ausgleich und die soziale Absicherung jederzeit und zeitgemäss wahrnimmt.<br />
22)	Soll das AHV-Alter der Frauen, wie das der Männer, 65 Jahre betragen?<br />
Grundsätzlich ja, falls eine Flexibilisierung auch für tiefe Einkommensschichten (zB nach 40-45  Beitragsjahren) vorgesehen wird.<br />
23)	Befürworten Sie eine freie Wahl der Pensionskasse?<br />
Ja.<br />
24)	Sind Sie für eine Einheitskrankenkasse?<br />
Reformen bei der Krankenversicherung haben es schwer. Mit einer Einheitskrankenkasse können wir eine grundlegende Reform der Krankenversicherung umsetzen. Der Wettbewerb innerhalb der Grundversicherung ist zudem heute zu einem Scheinwettbewerb verkommen. Daher unterstütze ich heute die Einheitskasse.<br />
25)	Befürworten Sie die landesweite Harmonisierung der Volksschule?<br />
Ich befürworte die Harmonisierung von gewissen Eckwerten, die das Umziehen von Familien ermöglicht, ohne dass die Kinder damit in der Schule vor unüberwindbare Probleme gestellt werden. Das wird durch Harmos ermöglicht.<br />
26)	Soll der Staat Kinderkrippen finanzieren?<br />
Er soll sicherstellen, dass ein ausreichendes Angebot besteht, das für alle finanzierbar ist.<br />
27)	Sollen homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen?<br />
Wir sollten in einem ersten Schritt die Stiefkindadoption diskutieren.<br />
28)	Müssen die grössten Parteien gemäss ihrer Wählerstärke im Bundesrat vertreten sein?<br />
Ja, sofern sie konkordanzfähige Kandidaturen präsentieren.<br />
29)	Wollen Sie Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) in den Bundesrat wählen, auch wenn ihre Partei, nicht auf mindestens 14 Prozent der Stimmen kommt?<br />
14% ist etwas hochgegriffen, ev. würden 10% reichen. Voraussichtlich wird die bdp aber darunter liegen. Es kommt in diesem Fall drauf an, ob ihre Partei mit anderen Kräften fusioniert.<br />
30)	Sollte der Bundesrat vom Volk gewählt werden?<br />
Nicht, falls das Schweizerische System nicht auch noch anderweitig reformiert würde. </p>
<p>PS: Die &#8220;Weltwoche&#8221; verlangte platte binäre Antworten, ja oder nein. Sorry, kann ich nicht bieten&#8230; </p>
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		<title>Liebe Wählerinnen und liebe Wähler</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 10:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alec in den Ständerat - 23. Oktober 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Wahlkampffest bei Kathy Hänni auf dem Bauernhof</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 14:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alec unterwegs im Seeland]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Oberaargau und Seeland]]></category>
		<category><![CDATA[Velotour]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Grünen Kandidierenden, Mitglieder, Freundinnen und Freunde sind herzlich eingeladen. Neben Speis und Trank gibt es Alphornklänge, ein Konzert von „Tomazobi“ und viel Gelegenheit zum Diskutieren über Politik und alle anderen wichtigen Dinge des Lebens.</p>
<p>Ab Hauptbahnhof Bern fährt ein Postauto direkt vor den Bauernhof: ab Bern Bahnhof 17:41h / 18:41h / 19:41h Richtung Zollikofen bis Station Kirchlindach Heimenhaus, 19 Minuten Fahrzeit. Man darf natürlich auch mit dem Velo kommen!</p>
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		<title>Alec im Emmental, Oberaargau, Seeland und Jura</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 16:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec v. Graffenried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Velotour]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 1. bis 8. Oktober fahre ich mit meinem Velo durch das Emmental, Oberaargau, Seeland und in den Jura. Ich freue mich bei meinen Zwischenhalts &#8211; in Burgdorf, Affoltern, Langnau, Reconvilier, Ins...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 1. bis 8. Oktober fahre ich mit meinem Velo durch das Emmental, Oberaargau, Seeland und in den Jura<a href="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/06/alec-von-graffenried-1.jpg"><img src="http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/06/alec-von-graffenried-1-150x150.jpg" alt="" title="alec von graffenried 1" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-501" /></a>. Ich freue mich bei meinen Zwischenhalts &#8211; in Burgdorf, Affoltern, Langnau, Reconvilier, Ins usw. &#8211; auf spannende Gespräche mit Ihnen.</p>
<p>Mehr Informationen finden Sie <a href='http://www.avg.ch/de/wp-content/uploads/2011/09/1100912_Velotour_Details_Website_1.pdf'>hier</a>.</p>
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