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25.10.2007

Wichtiges und Unwichtiges

Von: Alec v. Graffenried Um: 16:26:20

Ich wurde oft gefragt, ob sich die Eidgenossenschaft sofort meldet, wenn man in den Nationalrat gewählt wird. Also, am Anfang kommt viel Gratulationspost, dann kommt politische Werbung, und bereits gestern ist dann ein Couvert von den Parlamentsdiensten gekommen mit Gratulation, Informationen und Fragebogen. Passfotos werden gewünscht, Interessenbindungen und der AHV Ausweis. Es gibt Infos über die Entschädigungen der ParlamentarierInnen, von der Pauschalentschädigung über die Taggelder und Mahlzeitenentschädigung bis hin zu einem Generalabonnement. Wichtige Fragen bleiben jedoch unbeantwortet. Kriegen Nationalräte ein EURO 08 Ticket? Und: wie kommt man in den FC Nationalrat?

22.10.2007

MERCI

Von: Alec v. Graffenried Um: 18:00:01

Quelle surprise! Ich danke den Wählerinnen und Wählern im Kanton Bern, die mich in den Nationalrat gewählt haben. Ich danke allen, die mich nicht nur gestern, sondern auch in den Jahren zuvor immer unterstützt haben.
Ich danke der Grünen Freien Liste der Stadt Bern und den Grünen Kanton Bern mit allen, die sich in den letzten Monaten für diese Wahlen engagiert haben. Ich danke allen Mitkandidierenden auf unserer Liste, die den Erfolg der Grünen erst möglich gemacht haben. Ich gratuliere unseren Spitzenkandidatinnen zu ihrem engagierten Wahlkampf, schade, Christine und Kathi, haben wir nicht noch zwei Sitze mehr gemacht. Franziska Teuscher und Theres Froesch gratuliere ich zu den vielen vielen Stimmen und dem Resultat, das sie unserer Liste ermöglicht haben. Ich danke allen Helferinnen und Helfern, die uns im Wahlkampf tatkräftig mit Aktionen, mit wo/manpower oder auch finanziell unterstützt haben. Ich danke meinen GesinnungsgenossInnen bei der europäischen Bewegung und bei der Helvetischen Gesellschaft/rencontres suisses. Ich danke meinem gegenwärtigen und auch meinem künftigen Arbeitgeber für das Entgegenkommen und die Nachsicht, gegenüber meinem politischen Engagement. Ich danke meinen Freunden, Bekannten, Verwandten, NachbarInnen, ArbeitskollegInnen und natürlich meiner Familie. Ich freue mich, für Euch alle im Dezember im Nationalrat tätig zu sein.

1.10.2007

Gratuliere!

Von: Alec v. Graffenried Um: 21:03:50

20 Minuten berichtete heute, dass die SVP bei ihrem Zielpublikum ankommt. Jetzt machen auch schon deutsche Neonazis die SVP nach. Wann erwachen die SVP WählerInnen endlich?

20 Minuten 1. Oktober 2007: “Drei weisse Schafe bugsieren ein schwarzes über die Grenze. Diese mittlerweile europaweit bekannte Kampagne, mit der die SVP für ihre Ausschaffungsinitiative wirbt, hat einen weiteren Nachahmer gefunden: die Sektion Hessen der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Unter dem Slogan «Sozial geht nur national» werben die Neonazis für die Landtagswahlen im kommenden Jahr.” Na bravo.

Was halten Sie vom Recht?

Von: Alec v. Graffenried Um: 20:55:29

Bietet Ihnen das Recht Sicherheit, garantiert es Ihnen Ihre Freiheit, oder fühlen Sie sich vom Recht eingeengt, begrenzt, bedroht?
Für mich stimmen beide Antworten, situativ fühlt sich das Recht mal so, mal anders an. Als liberaler Staatsbürger, im privaten Kontext, im Wirtschaftsleben störe ich mich oft an der Normendichte, an unsinnig erscheinenden Erlassen, an unverständlichen Gesetzen. Da fühle ich mich vom Recht eingeengt.
Als politisch denkender und handelnder Mensch weiss ich zwar um die Unzulänglichkeiten des Systems, stehe aber ein für die Weiterentwicklung unseres Rechts, damit es allen maximalen Schutz und maximale Freiheiten zugleich verschaffen mag.
Und wie halten Sie es mit dem Völkerrecht? Auch hier hat alles zwei Seiten. Aus proeuropäischer Sicht befürworten wir die Weiterentwicklung des Völkerrechts, da es die Schweiz insgesamt sichert, da es uns in der Welt Freiheit und Sicherheit verschafft. Die Entwicklung des Völkerrechts darf uns für die Zukunft zuversichtlich stimmen. Heute herrscht ein weitgehender weltweiter Konsens darüber, dass die Völker über ein Selbstbestimmungsrecht verfügen, das sie demokratisch ausüben. Eine wachsende Mehrheit auf der Welt hat vergleichbare Ansichten über die zu wahrenden Freiheitsrechte, politischen Rechte und Sozialrechte.
Mit grosser Sorge habe ich zur Kenntnis genommen, dass neuerdings nicht nur die Europäische Union, sondern das Völkerrecht auf breiter Front desavouiert wird. Diese Angriffe sind nicht nur demagogisch und dumm, sondern für ein Land wie die Schweiz geradezu selbstmörderisch. Bei den Wahlen am 21. Oktober bietet sich die Gelegenheit, diesen Angriffen entschieden entgegenzutreten.

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