dies ist die rechte seite der kopfzeilen-grafik der website. sie enthält folgende links: zurück zur hauptseite, zur website der grünen freien liste (gfl) stadt bern, zur website von smartvote.ch sowie zur RotGrünMitte website
dies ist ein teil des layouts. es zeigt die kopfzeile der form eines notizblockes

23.8.2007

Goodbye!

Von: Alec v. Graffenried Um: 10:44:53

Persönliche Mitteilung an die Berner Medien:
Ich werde Ende August 2007 dem Regierungsrat meinen Rücktritt als Regierungsstatthalter von Bern per Ende November 2007 beantragen.
Am 12. März 2000 wurde ich (GFL) zusammen mit Regula Mader (SP) ins Regierungsstatthalteramt Bern gewählt, mein Amt habe ich am 1. August 2000 angetreten. Als Regierungsstatthalter I von Bern oblagen mir das Bewilligungswesen inkl. Baubewilligungen, im weiteren im wesentlichen die Bereiche Polizei, Strafvollzug, Feuerwehr, Verkehrswesen im Amtsbezirk Bern.
Im Sommer 2003 und 2007 wurde ich je für eine weitere Wahlperiode in stiller Wahl als Regierungsstatthalter bestätigt, die neuste Amtszeit wird erst am 1. Januar 2008 beginnen und voraussichtlich bis am 31. Dezember 2009 laufen.
Nun habe ich mich entschieden, ein Angebot der Firma Losinger Constructions SA in Bern-Köniz als Direktor für Nachhaltige Entwicklung anzunehmen und vorzeitig zurückzutreten.
Losinger ist eine traditionsreiche Berner Bauunternehmung. Sie wurde 1991 vom französischen Baukonzern Bouygues Constructions übernommen. In den letzten 15 Jahren hat sich Losinger vom traditionellen Tiefbauunternehmen zur Spezialistin in Generalunternehmung und Projektentwicklung gewandelt. Seither erlebt die Firma einen starken Wachstumsschub, der durch die Uebernahme der Firma Marazzi AG 2006 noch verstärkt wurde.
Ich werde bei Losinger den neu geschaffenen Posten eines Direktors für Nachhaltige Entwicklung mit Einsitznahme in der Geschäftsleitung einnehmen. Durch das Engagement von mir als Grünem auf diesen strategisch ausgerichteten Posten unterstreicht Losinger das Gewicht, das die Firma der Nachhaltigen Entwicklung einräumen will. Das Mutterhaus von Losinger, der französische Baukonzern Bouygues, misst der Nachhaltigen Entwicklung in sozialer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht maximale strategische Bedeutung bei. Die Umsetzung dieses Programms bei Losinger soll nun mir anvertraut werden, um damit Losinger darin zu unterstützen, zu einer schweizerischen Referenzunternehmung in Sachen Nachhaltigkeit zu werden. Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und darüber, dass die Geschäftsleitung unter Herrn Jacky Gillmann dieses wichtige Dossier mir anvertrauen will.
Die höchst abwechslungsreiche Zeit auf dem Regierungsstatthalteramt Bern werde ich in wärmster Erinnerung behalten. Für einen Regierungsstatthalter gibt es keinen Alltag. Selten geht ein Tag so zu Ende, wie man sich das vielleicht am Morgen vorgestellt hat. Keine andere Stelle gewährt einen derart umfassenden Einblick in das Leben eines Bezirks und der Bevölkerung wie das Regierungsstatthalteramt. Vor allem die Sorgen und Nöte der Menschen in der Region Bern sind mir nahegegangen. Beruhigend ist in diesem Zusammenhang, dass die Sicherheitssituation in der Region Bern nach wie vor sehr gut ist. Und wenn dann doch etwas passiert, stehen hervorragend ausgebildete und motivierte Sicherheits- und Rettungskräfte zur Verfügung. Die Begegnungen mit den Menschen und den Kräften von Polizei, Feuerwehr, Sanität und Zivilschutz im Einsatz gehören zu den bewegendsten Erlebnissen in meinem Amt. Der Regierungsstatthalter vertritt den Rechtsstaat nach aussen, vielleicht mehr, als dies die Gerichte vermögen. Es war mir in meiner Amtszeit ein Anliegen, einerseits dem Rechtsstaat ein menschliches Gesicht zu geben, andererseits das Vertrauen in die rechstsstaatlichen Institutionen zu stärken. Ich hoffe, dass ich hier einen Beitrag leisten konnte. Ich danke bereits jetzt allen, die mich in den letzten Jahren bei meinen Aufgaben unterstützt haben.

Alec v.Graffenried

17.8.2007

EURO 08: Hauptsache die Schweiz ist dabei!

Von: Alec v. Graffenried Um: 09:58:33

Keine Frage, die Schweiz gehört zu Europa, und bei der Euro 08 erst recht (”Aber das ist Schnee von morgen”, Jens Jeremies). Da wir die Euro 08 mit Oesterreich zusammen organisieren, sind wir dabei, gozeidank. Bei der EU sind wir offiziell noch nicht dabei (”aber das wird alles von den Medien hochsterilisiert” Bruno Labbadia).

Quiz: Welche Länder nehmen denn nun an der EURO 08 teil? Und worum handelt es sich bei den anderen Aufzählungen und Ranglisten?

1. Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, Grossbritannien

2. Polen, Portugal, Oesterreich, Frankreich Italien, Griechenland, Türkei, Deutschland., Tschechien, Schweden, Schweiz, Spanien, Holland, Rumänien, Kroatien, Russland.

3. Finnland, Dänemark, Schweden, Schweiz, Norwegen, Niederlande, Österreich, Luxemburg, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Irland, Belgien, Spanien, Estland, Portugal

4. Norwegen, Finnland, Schweden, Schweiz, Oesterreich, Frankreich, Dänemark, Belgien, Italien, Holland, Spanien, Weissrussland, Island, Bulgarien, Grossbritannien, Portugal

5. Polen, Slowakei, Frankreich, Griechenland, Spanien, Deutschland, Belgien, Portugal, Finnland, Ungarn, Malta, Tschechien, Schweden, Lettland, Italien, Slowenien

Eigentlich ist es ja für die EURO 08 weder wichtig, wer in der EU ist, noch wer mitspielt, frei nach Christoph Daum: Mir ist es egal, ob einer Brasilianer, Pole, Kroate, Norddeutscher oder Süddeutscher ist. Die Leistung entscheidet, nicht irgendeine Blutgruppe. (Von der Einstellung her stimmt da die Einstellung! Andi Brehme). Weil beim Fussball gibt es nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage (Franz Beckenbauer).

Hätten Sie’s gewusst? Auflösung:
1. Die 15 Mitgliedstaaten der EU vor der Ost-/Süderweiterung
2. Die Teilnehmer an der EURO 08 gemäss Qualifikationstabellen im August 07 nach Verlustpunkten
3. Forbes-Rangliste der europäischen Länder mit der niedrigsten Korruptionsrate
4. Rangliste der Columbia University über die Verwundbarkeit europäischer Staaten durch den Klimawandel, erstgenannte Staaten sind am meisten verwundbar
5. Rangliste der EU Staaten mit der höchsten Arbeitslosigkeit 2006: Polen: 13,8% Niederlande: 3,9%, Schweiz: ca. 3,4%

Von Bulgarien lernen

Von: Alec v. Graffenried Um: 09:56:42

Der Berner Stadtrat hat darüber debattiert, ob bei Ampeln Schilder “Motor abstellen” aufgestellt werden sollen. Sofia, Hauptstadt Bulgariens, hat dafür eine viel cleverere Lösung.
Bulgarien als jüngstes EU Mitgliedland mag für viele peripher liegen. EU Provinz halt, bestenfalls. Einige wenige haben am Schwarzen Meer schon mal Badeferien gemacht. Die wunderschöne Kulturstadt und heimliche Hauptstadt Plovdiv kennt kaum jemand. In der wirklichen Hauptstadt Sofia habe ich allerdings eine Entdeckung gemacht, die verglichen mit den Diskussionen im Stadtrat von Bern avantgardistisch erscheint. Zur Erläuterung: Der Stadtrat hat gestern darüber debattiert, ob bei den Ampeln in Bern Schilder aufzustellen sind “bei Rot bitte Motor abstellen”. Der Gemeinderat hat den Vorstoss aus Kostengründen abgelehnt, der Stadtrat hat ihn mit klarer Mehrheit trotzdem überwiesen. Was gibt es aber in Sofia? In Sofia hängt neben den Verkehrsampeln eine zusätzliche Ampel mit einem Sekundenzähler. Dieser Sekundenzähler zählt die Sekunden rückwärts bis zum nächsten Wechseln der Phase. Steht die Ampel auf rot, zählt eine rote Leuchtschrift z.B. von 20 Sekunden auf 0, anschliessend springt die Ampel auf grün. Sofort beginnt eine grüne Leuchtschrift die Sekunden der Grünphase rückwärts zu zählen usw. Wer an eine Ampel kommt erfährt schon im voraus, wie lange sie noch auf grün bleibt. Umgekehrt kann man bei rot in aller Ruhe den Stadtplan studieren, wenn der Zähler bei 45 Sekunden beginnt. Das hilft zwar nicht viel, da der Stadtplan in unlesbarer kyrillischer Schrift verfasst ist, praktisch ist es aber trotzdem. Als Tourist im Mietwagen konnte ich sofort feststellen, dass der Sekundenzähler eine unglaublich beruhigende Wirkung auf mein Stresslevel im Strassenverkehr und damit auch auf mein Fahrverhalten hatte. In Bern stehe ich (mit dem Velo) jeden Morgen zwischen 7 und 8 vor der dosierenden Ampel an der Thunstrasse vor der Tramhaltestelle Brunnadernstrasse stadteinwärts und spekuliere, wie manches Tram ich abwarten muss, bis die Ampel beliebt, auf grün zu springen. Ein bulgarischer Sekundenzähler würde wesentlich zur Beruhigung beitragen. Nachdem bereits die Tafeln an den Ampeln für Bern zu teuer sind, darf man ohne weiteres davon ausgehen, dass bulgarische Sekundenzähler die Möglichkeiten der Stadtkasse sprengen würden. Bern kann sich eben nicht leisten, was in Sofia Alltag ist.

dies ist ein teil des layouts. es zeigt die fusszeile der form eines notizblockes
dies ist ein link zurück zur hauptseite