Ein grosses Merci allen Bernerinnen und Bernern die mich gewählt haben – 20’587 Stimmen sind ein schöner Erfolg und ein Vertrauensbeweis – auch wenn es wegen 19 Stimmen sehr knapp nicht geklappt hat!
Wunderschön ist zudem, dass unsere Partei, die Grüne Freie Liste (GFL) mit einem Gewinn von 5 Sitzen (und damit einer Verdoppelung der Mandate!) die grosse Gewinnerin dieser Berner Wahlen ist! Auch hier: MERCI!
Und: wir bleiben dran!
MERCI!
– 29.11.2004Eingestellt unter: Medien, Mein Bern, Meine Notizen


…nun ja: genialfür die GFL: ein Grosserfolg und eine Bestätigung für unsere lösungsorientierte, ökoLIBERALE Politik – dennoch: ich finde der Berner Gemeinderat sollte dieses mehr als knappe Ergebnis nachzählen lassen: ein Regierungsmitglied mit einem “Zufallsergebnis” ist schlecht legitimiert…
Lieber Alec
Don`t give up! Reiner Zufall, dass Du nicht gewählt wurdest. Du hast ein sehr gutes Resultat erzielt. Und gleichzeitig zum Grosserfolg der GFL im Stadtrat beigetragen.
Die politische Fortune steht zurzeit auf der Seite der Frauen… Immerhin ist unser Jahrgang nun gut vertreten im Gemeinderat.
Deine Zeit wird noch kommen!!!
Herzliche Grüsse
Markus
ich sehe ein, dass der Stimmenunterschied von 19 Stimmen minim ist. 19 Stimmen, die Sie von einem Gemeinderatsitz trennen.
Das ist bitter! Als grüne Wählerin wäre mir ein Nachzählen jedoch unverständlich und ausserdem sehr schlecht fürs Image! Der Sitz ging ja die ROTGRÜNMITTE. Grün – sozial – liberal und schlechte Verlierer?
Viel Spass und Erfolg beim Weitermachen!
…ach Gott…von wegen schlechte Verlierer: Winterthur vor nicht allzu langer Zeit: ein Wahlgang mit einem grösseren Stimmenunterschied, Sitz ging an die SVP, SP verlangt Nachzählung, zweimal nachgezählt, drei verschiedene Resultate mit jeweiligem Sitzwechsel zwischen SP und SVP, am Schluss eben doch Sitz an SP…alles klar?!
wobei sich der herr vatter vielleicht einmal fragen sollte, was denn ein zufallsentscheid ist. auch korrekt ausgezählt ist ein wahlentscheid, der auf 19 stimmen differenz basiert, ein zufallsentscheid. ob aber zufallsentscheid, ob regula rytz oder alec von graffenried, der demokratischen legitimation tut dies nun gar keinen abbruch
Lieber Elmar Seeberg
es führt halt nichts an der Tatsache vorbei, dass die Stadtkanzleit und der Gemeinderat bereits am Wahlabend hätte transparent und klar reagieren sollen. Da sind sich im übrigen GB und GFL auch einig. Dasselbe haben bereits in der Wahlnacht namhafte Politikwissenschafter gesagt. Dass solche Situationen der demokratischen Legitimation einen Abbruch tun haben wir bereits zur Genüge erfahren: Winterthur, Florida und…eben Bern…aber eben: wenn man eh voreingenommen ist, dann sieht man halt nur eine Seite, gell…
ja lieber matthias vatter, wenn du meinen beitrag vielleicht noch einmal unvoreingenommen liest, kommst du der aussage meines beitrages eventuell noch auf die spur. hier also nochmals zum mitdenken: ein wahlentscheid, der bei mehr als 20000 abgegebenen stimmen auf 19 stimmen unterschied basiert, ist schlicht ein ZUFALLSENTSCHEID! das ist hart für den unterlegenen kandidaten, aber keine noch so genaue auszählung wird etwas daran ändern, dass dieser wahlentscheid eben zufällig zustande gekommen ist.
zur frage ob die auszählung korrekt abgelaufen ist, habe ich in meinem beitrag keine stellung bezogen. tatsächlich würde die demokratische legitimation natürlich eingeschränkt, wenn zweifel an der korrekten auszählung bestehen, und bestehen diese, müssen sie ausgeräumt werden. ist dies geschehen, dann ändert keine noch so kleine stimmendifferenz etwas an der demokratischen legitimation. anderenfalls würdest du ja behaupten, dass auch alec, sollte eine allfällige nachzählung zu seinen gunsten ausfallen, demokratisch schlecht legitimiert wäre.
aber eben, manchmal sieht man halt nur, was man sehen will, gell…
Keine Frage: Wenn der Verdacht auf Unregelmässigkeiten bei der Auszählung der Wahlergebnisse besteht – z.B. Stimmen nicht ausgezählt wurden, muss nachgezählt werden. Das war in Florida der Fall, das war auch in Winterthur der Fall. Die Knappheit eines Resultates kann aber in keinem Fall ein Argument sein, nachzuzählen. Bei allen vier vergangenen Berner Stadtratswahlen wurden Sitze mit einer Differenz von weniger als 19 Stimmen vergeben (1996 sogar mit einer Stimme Differez). Bei den Nationalratswahlen geht es bei der Verteilung von Restmandaten regelmässig um einzelne Stimmen. Wer eine Nachzählung der Berner Gemeinderatswahlen wegen des knappen Resultats fordert, der muss zukünftig eine Nachzählung der meisten Resultate von Proporzwahlen fordern. Und dann sind wir wieder am Anfang: Eine Nachzählung macht dann Sinn, wenn Hinweise auf Unregelmässigkeiten bestehen. Diese Haltung wird auch in allen Entscheiden von politischen Gremien (drei Entscheide seit 2001 der Regierungsräte Graubünden, Baselland und Zürich )gestützt.
…lieber Nico Lutz,
einmal mehr: es geht eben nicht um scheinbar “klare juristische Grundsätze” und: auch die Knappheit alleine ist nicht einfach unser Argument. Es geht eben darum, dass die Behörden und der Gemeinderat bis heute die politische Sensibilität nicht haben, klar Stellung zu beziehen und Transparenz zu schaffen…alles klar?
Hat der Zufall falsch entschieden? Hat er unbotmässig die Frau bevorzugt? Ich empfehle einen Blick auf die Stimmverteilung zu werfen: Regula Rytz hat den Spitzenplatz bei den RGM-Stimmen und sie hat viele Frauenstimmen erhalten. Sie vermittelt klar Inhalte und hat Profil.
Was versprechen sich die Herren von einer Nachzählung? Ein weniger knappes Resultat? – Eine Umkehrung des Resultates? Stünde dann die Welt wieder auf den Füssen?
Mehrere Herren haben es jetzt in der Hand, das Trauerspiel zu beenden. Herr von Graffenried, schieben Sie nicht die Verantwortung auf den Gemeinderat – kommunizieren Sie klar, dass Sie nicht mehr zur Verfügung stehen.
Regula Rytz ist gewählt, sie ist die Siegerin. Man möchte es nicht meinen, wenn man heute die BZ liest – schlechter Stil – schlechte Verlierer.
mit freundlichen Grüssen
Anna Maria Florin
Lieber Matthias Vatter
Einverstanden, es geht nich um "klare juristische Grundsätze” (so habe ich auch gar nicht argumentiert). Es geht um politische Glaubwürdigkeit. Wenn es zu einem (partei)politischen Entscheid wird, wann Wahlresultate akzeptiert werden, dann ist das ein politisches Problem. Darum sage ich: Entweder ist Knappheit ein Argument. Dann werden wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Proporzwahlgänge mehrfach ausgezählt. Oder sie ist kein Argument – auch wenn der unterlegene Alec von Graffenried heisst. Ich bin aus politischen Gründen für die zweite Variante. Übrigens: Die Zeitung, welche uns in der heutigen Ausgabe erklärt, dass ein Nachzählung notwendig sei, hat am 15. Juni 1999 anlässlich der angedrohten Wahlbeschwerde von Thomas Fuchs gegen das knappe Resultat der Reitschulabstimmung diese Frage sauber recherchiert: “In der Stadtberner Gemeindeordnung hingegen ist diese Möglichkeit (ein Gesuch auf Nachzählung, A.d.A) nicht vorgesehen. Nachgezählt wird deshalb nur, wenn eine Abstimmungsbeschwerde eingereicht wird. Damit einer solchen stattgegeben wird, muss allerdings eine Unregelmässigkeit geltend gemacht werden. Alles klar?
Ich bin froh, Nico Lutz, siehst Du ein dass es eben um eine politische Frage geht. Und so hat ja auch der Gemeinderat gestern entschieden: politisch. Ach komm Nico: wir alle sind in dieser Frage nun mal einfach Partei. Auch Dein lieber Bruder der vom Bund gestern als offenbar einzig massgebender Politologe zitiert wird. Interessanterweise haben es die Bund-Journis gegen alle Regeln verpennt auch noch eine alternative Meinung (doch, doch, die gibt’s…) einzuholen. Liebe Grüsse, M.
Lieber Matthias, zu Deiner Beruhigung: Hans Urs Wili, Chef Sektion Politische Rechte der Bundeskanzlei gehört nicht zu meiner Familie und ist in der CVP. Keine Frage, ich bin Partei. Aber im Gegensatz zu vielen anderen argumentiere ich inhaltlich und nicht emotional. Ich bestreite, dass der Gemeinderat politisch entschieden hat. Die Stadtkanzlei ist mir der gleichen Position durchgedrungen, wie sie sie bei der knappen Auszählung der Reitschulinitiative 1999 vertreten hat (damals hat die GFL den Entscheid nicht nachzuzählen mitgetragen). Sehr bedenklich wäre gewesen, wenn der Gemeinderat anders entschieden hätte, denn dann wäre schliesslich die Frage, wann Wahlentscheide akzeptiert werden, zu einer (partei)politischen Frage geworden. Und noch was: In der Zusammenstellung der Wahlresultate des letzten Wochenendes findest Du im Kanton Bern eine Reihe von Gemeinden, bei denen wenige Stimmen Differenz zu Abwahlen führten (Belp: 3 Stimmen). Ausser die GFL in Bern haben alle Unterlegenen die Spielregeln begriffen. Es wird nirgends nachgezählt. Freundliche Grüsse, und vielleicht können wir unser Streitgespräch dann ja mal direkt fortsetzen, damit wir nicht noch viele andere damit langweilen.
…Blogs sind zum diskutieren da, Nico. Ach komm – wie Du selber sagst: es gbt halt einfach zwei Ansichten. Das schleckt keine Geiss weg – auch keine vom Grünen Bündnis!