Eine Auswahl von Ideen unserer Gäste:
Wählt ihr Wasserfallen,
wird Bern noch tiefer fallen.
Schreibst du JENNi auf den Zettel,
drohen Chaos, Schmutz und Bettel.
Mit Graffenried, das ist gewiss,
wählt man den guten Kompromiss.
Wählt Alex, den Poeten,
statt Alec, den Proleten!
oder so ähnlich…


jenni soll chaos, schmutz & co. bringen???
bitte, herr von graffenried, bedenken sie, dass sie somit minuspunkte bei einigen erhalten.
zum beispiel bei mir…
betrifft : Baldachin
Sehr geehrter Herr v. Graffenried,
Ich möchte den Aspekt der Ästhetik des Baldachins ausser Acht lassen und meine Bedenken betreffend seiner Funktionalität zum Ausdruck bringen.
Ich bin nicht sicher, ob die möglichen Probleme einer solchen extrem grossflächigen und dennoch recht filigranen Konstruktion genügend bedacht und abgeklärt worden sind.
Zu nennen wären :
1) die Stabilität
Da eine grosse Angriffsfläche für den Wind besteht, kann die Konstruktion durch ungünstigen starken Wind in Schwingungen versetzt werden. Beispiel aus Amerika : durch Wind verursachte Resonanzschwingungen haben eine Hängebrücke zerstört.
2) der Wärmestau
Glasdächer, -fassaden führen bei starker Sonneneinstrahlung zu einem “sehr fühlbaren Treibhauseffekt”, d.h. es wird unerträglich heiss hinter, oder unter dem Glas. Beispiel juristische Bibliothek beim Uni-Hauptgebäude : der nachträglicher Einbau eines Sonnensegels zur Beschattung wurde nötig, weil es in den Räumen viel zu warm wurde.
Beispiel Verwaltungsgebäude Reiterstrasse : die Mitarbeiter leiden im Sommer unter der Hitze, da offenbar keine Klimaanlage vorhanden ist und der Effekt der Sonneneinstrahlung bei grossen Glassfassaden nur ungenügend berücksichtig worden ist. (positives) Beispiel Paul Klee Zentrum : die Probleme mit dem “Treibhauseffekt” sind lösbar erfordern aber einen grossen Aufwand, wie diverse Storen, “Beschattungseinrichtungen” und die Verwendung von Spezial-Gläsern zeigt.
3) die Luftzirkulation
Zweifellos führt der Baldachin zu einer Einschränkung der Luftzirkulation auf dem Bahnhofplatz. Dadurch können die Schadstoffe des motorisierten Verkehrs noch schlechter entweichen. Unter dem Baldachin gibt es somit “dicke Luft”.
4) die Akkustik
Es besteht die Möglichkeit, dass unter dem Baldachin Geräusche und der Verkehrslärm verstärkt und durch Echos zurückgeworfen werden und der Aufenthalt darunter auch vom Lärmpegel hergesehen ungemütlich wird. Beispiel Bayern Überdachung des Innenhofs (ich glaube Kloster Banz)mit Glas : Folge war, dass wenn jemand eine Münze fallen liess die Anwesenden ein Mehrfach-Echo über mehrere Minuten hörten.
Für mich ist klar : das Projekt Baldachin wurde hauptsächlich auf die “ästhetischen Vorstellungen” der Initianten hin konzipiert und wie Ich eingangs erwähnt habe, ist unklar ob irgend jemand die Auswirkungen, welche dieser städtebauliche Eingriff zur Folge haben könnte, abgeklärt hat.
Ich hege die Hoffnung, dass mit der Berücksichtigung der oben erwähnten vier Punkte ein möglicher finanzieller und Image-Schaden von der Stadt abgewendet werden kann
und verbleibe mit freundlichen Grüssen
H. Flückiger Dr. phil.nat., Biologe