Ein Zauberwort zur Lösung der Verkehrsprobleme geht um: Road pricing. Es ist erfreulich, welch breite Zustimmung das Road pricing erfährt. Darf man dem Zauber trauen? Im Zusammenhang mit dem Projekt eines Schanzentunnels in Bern bestand die Absicht, den Tunnel via Road pricing (Tunnelgebühren) zu finanzieren. Für solche begrenzten Projekte erscheint Road pricing heute immer noch als praktikable Lösung, es ist sogar vorstellbar, dass die Bundesversammlung die nötige Ausnahmebewilligung erteilen würde. Für alle übrigen Road pricing Lösungen müssen wir festhalten, dass immerhin eine Aenderung der Bundesverfassung nötig wäre (Art. 82 Abs. 3 BV). Ein flächendeckendes Road Pricing in Bern wäre zudem mit erheblichen Investitionen verbunden. Um unerwünschte Nebeneffekte zu verhindern (Umwegfahrten, Ausweichverkehr), müsste das Road pricing schliesslich grossflächig eingeführt werden, also sicher nicht bloss innerhalb der Stadtgrenzen. Es fragt sich daher, wie viel Energie wir in die Einführung eines Road pricing stecken wollen. Es gibt andere marktwirtschaftliche Instrumente zur Verkehrslenkung, die einfacher einzuführen wären. Wir müssen uns nur wieder daran erinnern. Im Gegensatz zum Road pricing würden solche Massnahmen (wie z.B. der Oekobonus) nicht nur den Stau beseitigen, sondern auch die Umwelt entlasten. So sympathisch und erfolgreich die Londoner Congestion Charge ist: für die Schweiz ist Road pricing im Moment noch nicht über die Entwicklungsstufe eines Schlagworts hinausgediehen.
Bei der BZ, dem Berner Bär etc. kannste jetzt bereits wählen, egal ob Du in Bern wohnst oder in Sansibar. http://www.espace.ch/wahlspiel/bernwahlen.asp
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten! 2004 ist ein gutes Zwiebeljahr: In der Schweiz können nach ersten Schätzungen rund 15′000 Tonnen geerntet werden. Das sind 6000 Tonnen mehr als letztes Jahr und knapp 3000 Tonnen mehr als 2002. gozeidank