Entsetzen über Raser. Der Nationalrat befürwortet Formel 1 Rennen In der Schweiz wird seit einigen Wochen über Raser debattiert und was man gegen Raser unternehmen könnte. Der Beitrag unseres Nationalrats dazu: Formel 1 Rennen wieder zulassen. Da kann ich nur sagen: ja bravo.
Geit’s no?
– 23.9.2004Eingestellt unter: Grüne Brille


Wieso Formel1 verbieten und gleichzeitig zulassen, dass Leute mit Autos oder Töffs herumdüsen, die über 250 Sachen machen? Ist doch ne Doppelmoral. Besser ne Rundstrecke für diese Raser-Idioten, können sich dort austoben. Und dafür bei allen Autos Tempomaten einbauen.
…wobei die raser sich nicht sportler nennen und auch nicht unsummen von geld für ihre runden kassieren. rasen kann ich auch mit meinem fiat punto. insofern löst man das raserproblem sicher nicht, wenn man die formel 1 verbietet…
Genau so ist es. Formel 1 wird’s bei uns kaum geben aber warum sonst keine Rundstrecke erlauben? Das Verbot ist überholt.
Weil die Polizei gegen die Raser machtlos ist stellt man nun hinter jedem Gebüsch eine Radarkontrolle auf und zockt diejenigen ab, die ein wenig zu schnell sind. Beispiel? Einer der Todesraser vor wenigen Wochen wurde kurz vor dem Umarmen eines Baums geblitzt. Was hat’s genützt? Nichts, ist trotzdem im Baum gelandet.
Unserer Polzei gehts nur um die Beruhigung des Gewissens: man macht etwas. Radar, aber nur um die Kassen zu füllen.
Nächstes Jahr treten dank Wiederkehr und Co. drastische Ausweis-Entzugs-Vorschriften in Kraft. Polizeistaat pur!! Bereits wegen kleinen Ueberschreitungen (35 auf der Autobahn!!) muss man mit Entzug von bis zu zwei Jahren oder sogar unbestimmt rechnen. Nun, wer seinen Ausweis ganz abgeben muss wird sich auch ohne ans Steuer setzen; hat ja nichts mehr zu verlieren.
Nein Politiker, das ist der falsche Weg. Nicht schärfere Sanktionen, sondern das erhöhte Risiko erwischt zu werden wirkt präventiv.
Formel 1-Rennen in der Schweiz austragen zu wollen ist sicher nicht sinnvoll. Übrigens auch wirtschaftlich nicht…mit demselben Geld könnten in anderen Branchen wesentich mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem ist es definitiv das falsche politische Signal in derselben Woche sowas zu beschliessen und gleichzeitig Entsetzen über Raser zu heucheln. Richtig ist sicher, dass nur Repression auch dagegen nichts bringt – Verbote bringen generell wenig. Prävention ist aber wichtig (endlich eine umfassende Mobilitätsbildung bereits früh in der Schule!) und halt auch kombiniert mit härteren Strafen: für massive Tempoüberschreitung Billetentzug auf Lebenszeit…ein Überfahrener hat meistens auch nur ein Leben…
Aha. Und Sie nennen sich liberal ? Geits no ?
Verbieten Sie doch gleich alle Flugshows, Bungee Jumping, Base Jumping, Motocross- und Skirennen in der Schweiz. Auch dort gibt es regelmässig Schwerverletzte und Tote unter Teilnehmern wie Zuschauern.
Es geht nicht um die Formel 1. (Nur Herr Giezendanner meint, die Formel 1 in die Schweiz holen zu können, dabei sollte er sich mal Indien, Russland und China umsehen und die dortigen Wirtschafts(wachstums-)daten, dann würde er wohl aufhören zu träumen.)
Es geht um Rundstreckenrennen allgemein und in einem liberalen Staat soll es solche Strecken geben dürfen. Es wird ja auch Niemand gezwungen dort a.) teilzunehmen b.) als Zuschauer anwesend zu sein.
Setzen Sie Ihre Energie lieber für Road Pricing (für neu erschlossene Strecken) ein in Verbindung mit beanspruchten Kilometerabgaben (analog LSVA im Schwerverkehr) für bestehende Strecken.
…liberal heisst eben gerade nicht, dass man einfach alles darf, mein lieber “bladerunner”. Offenbar hast Du keine Ahnung was liberal bedeutet…Zentral ist, dass liberale Lösungen Rücksicht auf die Bedürfnisse und Limiten aller nehmen und dennoch grösstmögliche Freiheit zulassen. Bei “Rundstreckenrennen” ist das leider kaum gegeben: sie bringen nur einer kleinen Minderheit etwas, belasten aber eine grosse Allgemeinheit, rentieren wirtschaftlich gesehen eben gerade überhaupt nicht und auch die Arbeitsplätze die da geschaffen werden sollen sind eine Illusion. Mit denselben Investitionsgeldern könnte man nachhaltigere und vor allem wesentlich mehr Arbeitsplätze in anderen Bereichen schaffen.
ich denke das geht zu weit, spinnt man dies weiter müsste man sehr viel streichen, was allenfalls auch dem prinzip “brot und spiele” dient… ich bin kein freund von autorennen, im gegenteil, aber mit der problematik raser hat dies nun wirklich wenig zu tun. rasen wohl schon eher mit dem statussymbol automobil und der problematik, dass männer ihre balzkämpfe schon seit menschengedenken nach dem prinzip “schneller” erledigen müssen.
ich sehe in diesen äusserst beliebten verknüpfungen (eben bsp. rasen mit formel 1) eine der grössten problematiken im politdschungel, anstelle von einer problemorientierten strategie (eben raser bekämpfen) streitet man sich darüber, ob formel 1 sinnvoll sei und das resultat wird wie fast immer der status quo bleiben, derweil die raser nachwievor auf des schweizers strassen rumblochen… den ansatz aufklärung in der schule finde ich wesentlich interessanter ! auch beim rasen zählt, was verboten ist reizt umsomehr…
>Bei &quaot;Rundstreckenrennen" ist das leider kaum gegeben: sie bringen nur einer kleinen >Minderheit etwas, belasten aber eine grosse Allgemeinheit,
Inwiefern belasten sie die Allgemeinheit ? Nicht mehr als ein anderer Grossanlass. Du kannst sonst jedes Skirennen oder jedes Schwingfest verbieten. (In der Schweiz sind zB. Rallye-Rennen zugelassen, die belasten die Allgemeinheit weit mehr, da auf öffentlichen Strassen…darüber scheinen sich aber die wenigsten aufzuregen).
>rentieren wirtschaftlich gesehen eben gerade überhaupt nicht und auch die Arbeitsplätze >die da geschaffen werden sollen sind eine Illusion. Mit denselben Investitionsgeldern >könnte man nachhaltigere und vor allem wesentlich mehr Arbeitsplätze in anderen >Bereichen schaffen.
Ein wahrer Freund der Staatsquoten. Es sind private Betreiber, die eine Rundstreckenanlage betreiben. Diese können selbst entscheiden, was sie wo investieren und wieviele Arbeitsplätze sie schaffen. Ueberdies würde eine solche Anlage – wie andere Bauten auch dem schweizerischen Raumplanungsgesetz unterstehen.
Aber scheinbar bist Du einem Dogma gefangen, das Autorennen grundsätzlich schlecht sind. So wie bürgerliche Politiker andererseits nicht über den eigenen Schatten springen können bei der Legalisierung weicher Drogen.
PS: Mit deinen Aussagen betreffend Liberalismus hast Du Dich also selber disqualifiziert.